Drohung: Kraft will Berliner Schulsystem nacheifern „Und hier in Berlin – das sage ich ganz deutlich – hier habt ihr einiges auf den Weg gebracht, was ich bemerkenswert finde und wo wir euch hinterhereifern werden.“ (Hannelore Kraft zur Bildungspolitik in ihrer Rede auf dem Landesparteitag der Berliner SPD, 13.11.2010) Fakten zum Berliner Schulsystem: - Verlosung von Gymnasialplätzen: Bei mehr Anmeldungen als Plätzen werden ab dem Schuljahr 2011/12 30 Prozent der Schulplätze an weiterführenden Schulen per Los vergeben - Hauptschulen, Realschulen, verbundene Haupt- und Realschulen sowie Gesamtschulen wurden abgeschafft - Religionsunterricht wurde als Pflichtfach abgeschafft - Lehrermangel: Zum Schuljahresbeginn 2010/11 fehlten mindestens 400 Lehrkräfte - Begabtenförderung eingeschränkt – so genannte „Schnellläuferklassen“ werden mit höheren Hürden versehen und an weniger Schulen angeboten - bei allen deutschen Vergleichsuntersuchungen erzielen Berliner Schüler unterdurchschnittliche Ergebnisse, bei der PISA-Studie liegt Berlin in allen untersuchten Kompetenzfeldern weit hinten – noch hinter Nordrhein-Westfalen - große Unzufriedenheit mit der Schulpolitik der Landesregierung: In einer bundesweiten Studie (Allensbach-Institut) belegt Berlin den vorletzten Platz - massiver Unterrichtsausfall: Pro Jahr fallen 600.000 Stunden Unterricht ersatzlos aus Dem will Rot-Rot-Grün in NRW hinterhereifern! Die Einführung der Einheitsschule durch die Hintertür und Benachteiligung anderer Schulformen ist der erste Schritt. Damit werden Vielfalt, Individualität und Wahlmöglichkeit auf dem ideologischen Altar der alten Strukturdebatte geopfert. Die Bevorzugung einer einzelnen Schule zu Lasten der anderen ist ideologisch motiviert, falsch und schon einmal gescheitert. Berlin ist ein abschreckendes Beispiel, aber kein Vorbild für NRW. Wir brauchen qualitativ hochwertige und den unterschiedlichen Begabungen und Interessen unserer Kinder entsprechende Bildungsangebote. Die CDU Nordrhein-Westfalen will Schulvielfalt statt Schuleinfalt! |