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Themen der Woche
| 13.02.2012, 22:35 Uhr |
Themen der Woche - 06. KW
Die Menschen wollen sichere Gefängnisse, die Landesregierung ist gefordert
Der Ausbruch eines Häftlings aus der Justizvollzugsanstalt Bochum war in dieser Woche Gegenstand im Düsseldorfer Landtag. Die CDU-Landtagsfraktion hatte eine Sondersitzung beantragt, auf der NRW-Justizminister Kutschaty (SPD) Rede und Antwort zu den Pannen in der JVA sowie bei der Information der Öffentlichkeit nach dem letzten Ausbruch Ende Januar stehen sollte. Wieso hat die Landesregierung nicht nach dem ersten Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Bochum vor einem Jahr konsequent gehandelt? Warum hat sie nicht nach dem zweiten und auch nicht nach dem dritten Vorfall gehandelt? SPD-Minister Kutschaty ist für alles im Strafvollzug verantwortlich. Es gab vier Vorfälle innerhalb eines Jahres in derselben Justizvollzugsanstalt. Die Häufung innerhalb kurzer Zeit ist exorbitant. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Die Landesregierung und der nordrhein-westfälische Justizminister sind für die Sicherheit der Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen verantwortlich. Ebenso verantwortlich sind sie für den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Staatsanwaltschaft und JVA. Wenn das nicht klappt, dann ist das ein organisationsverschulden des Justizministers. Da hat der Minister offenbar ein Problem, wie er ein Problem mit der Sicherheit mindestens der JVA Bochum habe. Die Menschen wollen sichere Gefängnisse. Die Landesregierung muss handeln.
Minister Remmel – 477 verlorene Tage für den Trinkwasserschutz in Nordrhein-Westfalen
Fünf Millionen Menschen entlang der Ruhr wollen wissen, wie es um die Qualität ihres Trinkwassers bestellt ist. Minister Remmel bleibt ihnen die Antwort bis heute schuldig. Sein beharrliches Nichtstun in Sachen Trinkwasserschutz grenzt an Arbeitsverweigerung.“ Mit einer von CDU und FDP beantragten Aktuellen Stunde zu der Frage „Warum blockiert die Landesregierung den Trinkwasserschutz an der Ruhr?“ reagierten Union und Liberale auf Medienberichte, wonach die Landesregierung die Bewilligung eines 150 Millionen Euro teuren Sanierungsprogramms für die Wasserwerke an der Ruhr blockiere. Minister Remmel ist auf den Tag genau seit 577 Tagen im Amt. Zieht man 100 Tage Anfängerbonus ab, bleiben unterm Strich 477 verlorene Tage für den Trinkwasserschutz in Nordrhein-Westfalen. Die Diskrepanz zwischen den umweltpolitischen Ankündigungen der Regierung Kraft und ihrer Tatenlosigkeit sind offensichtlich. Die Landesregierung setzt längst überfällige Maßnahmen zur Verbesserung des Trinkwassers an der Ruhr nicht um. Minister Remmel ist ein Ankündigungsminister, ein Heiße-Luft-Erzeuger. Er ist ein Minister, der durch Worte aber nicht durch Taten glänzt. Der zu Oppositionszeiten als „empörungspolitischer Sprecher der Grünen“ agierende Remmel hat es bis heute nicht geschafft, das, was er als Maßstab an andere angelegt hat, auch nur in Bruchteilen für sich selbst mit zu werten. Und das macht Ihre Unglaubwürdigkeit aus. Wir sollten uns daran erinnern, dass es der damalige Umweltminister Uhlenberg war, der das Programm „Reine Ruhr“ im Jahre 2008 auf den Weg gebracht hat. Die Darstellung des Ist-Zustandes sowie die Erarbeitung eines Überwachungskonzeptes, die Erweiterung des Anlagenkatasters, die Vermeidung von Verunreinigungen an der Quelle, zusätzliche Reinigungsstufen bei den Kläranlagen, zusätzliche Maßnahmen bei der Trinkwasseraufbereitung sowie Information und Beratung waren die wichtigsten Komponenten bei der Umsetzung dieses Programmes. Bis zum Jahr 2010 wurde viel getan, seit 2010 wird nichts getan. Herr Remmel, Sie haben über ein Jahr, nämlich mittlerweile 16 Monate, durch Untätigkeit geglänzt. Sie sind der falsche Minister am falschen Ort!
Integrationsgesetz verabschiedet: Wir hoffen, dass dieser politische Konsens auch immer mehr ein gesellschaftlicher Konsens wird
Wir haben dieses Gesetz gemacht, um einen politischen Konsens zu dokumentieren. Wir beschreiben das Fundament, auf dem in Zukunft Integrationsfragen hier im Landtag diskutiert werden sollen. Und wir geben das Signal nach draußen zu den Menschen: Seht her, wir geben dieses Signal ohne parteipolitische Frontlinien, denn wir hoffen, dass dieser politische Konsens auch immer mehr ein gesellschaftlicher Konsens wird. Wenn es uns nicht gelingt, einen solchen Konsens fest in der politischen Kultur und im gesellschaftlichen Handeln zu verankern, dann werden wir in einer der Schicksalsfragen unseres Gemeinwesens scheitern. Gesellschaft und Staat müssen glasklar machen, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nicht nur willkommen sind, sondern dass wir ihren Beitrag zum Gelingen des Gemeinwesens auch brauchen. Es geht nicht nur um Freundlichkeit und Willkommenskultur, es geht um das wohlverstandene Eigeninteresse unserer möglichst zukunftsfesten Gesellschaft. Das verabschiedete Integrationsgesetz ist die konsequente Fortsetzung einer Politik, die die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter anderem mit der Einführung der Sprachstandserhebungen, der Sprachförderung, der Einrichtung von Familienzentren und der Verabschiedung des KiBiz In Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht hat. Unsere Hoffnungen gehen sehr viel weiter, als dass, was man bei knappen öffentlichen Kassen in einem solchen Gesetz regeln kann. Sie gehen dahin, dass ein wesentlich besseres Verstehen einsetzt, dass der Dialog ernsthaft gesucht wird, dass nachbarschaftliche Hilfe und echte Freundschaft entstehen kann.
Atomarer Abfall in Jülich: Die Landesregierung hat nicht nur ein Problem, sie ist das Problem
Die Landesregierung muss Antworten geben und nicht im Regierungssessel sitzen, ohne zu regieren. Die Genehmigung für die Lagerung atomarer Abfälle auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich läuft Mitte 2013 aus. Die grün-rote Minderheitsregierung hat kein Konzept dafür, was mit dem Abfall dann passieren soll. Deshalb hat die CDU-Landtagsfraktion jetzt auch in einem Eilantrag im Düsseldorfer Landtag gefordert, dass die Landesregierung in dieser die Bürger umtreibenden Frage endlich Klarheit schafft. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie ihrer Verantwortung gerecht wird. Stattdessen versucht sich diese Landesregierung von Ministerpräsidentin Kraft über Wirtschaftsminister Voigtsberger bis hin zu Umweltminister Remmel in parteipolitischen Tricksereien auf dem Rücken der Bevölkerung. Die Düsseldorfer Staatskanzlei muss ganz klar sagen, ob sie ein neues atomares Zwischenlager in Jülich will. Eins steht fest: Die Regierung hat nicht nur ein Problem, sie ist selbst ein Problem.
Resistenzen durch breiten Ansatz in Human- und Veterinärmedizin bekämpfen
Wir wollen, dass der Antibiotika-Einsatz in der Fleischproduktion reduziert wird. Deutschland ist schon führend, weitere Fortschritte müssen folgen. Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt, dass Bundesverbraucherministerin Aigner den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Mindestmaß beschränken und darüber hinaus die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich erweitern will.
Nordrhein-Westfalen braucht neue Pumpspeicherkraftwerke, dann klappt’s auch mit der Energiewende
Wir wollen in NRW den Energieumstieg aktiv vorantreiben und haben deshalb den Antrag „Erneuerbare Energien möglich machen – Nordrhein-Westfalen braucht neue Pumpspeicherkraftwerke“ eingebracht, der in dieser Woche im Plenum debattiert wurde. NRW muss auch bei den Erneuerbaren Energien ‚Energieland Nr. 1‘ bleiben. Eine effiziente Nutzung der volatilen Wind- und Sonnenkraftwerke, sprich Photovoltaik-Anlagen, erfordert allerdings zentrale und dezentrale Speicher. Es geht darum, den erzeugten Strom auch dann verfügbar zu machen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Die bisherigen Anstrengungen der Landesregierung auf den Gebieten des Energietransports und der Energiespeicherung reichen nicht aus. Wir fordern die Landesregierung daher auf, sich intensiver als bisher um das Thema der Pumpspeicherkapazitäten zu kümmern. Hier ist die Landesregierung, hier sind die Minister Remmel und Voigtsberger gefragt. Rot-Grün muss das Problem schnellstens anpacken, damit in Nordrhein-Westfalen die Stromversorgung dauerhaft gesichert bleibt. Dann klappt‘s auch mit der Energiewende.
Aktuelle Stunde ohne aktuellen Anlass – NRW-Verfassungsschutz leistet gute Arbeit
Keine neuen Erkenntnisse, keine neuen Gedanken – so resümiert die CDU-Landtagsfraktion die von SPD und Grünen in dieser Woche beantragte Aktuelle Stunde unter dem Titel „Hinweise auf rechtsextreme Aktivitäten dürfen nicht verloren gehen: Die Arbeit des Verfassungsschutzes neu justieren.“ Es bringt nichts, das längst Bekannte wieder und wieder im Parlament durchzukauen. Das ist langweilig und dokumentiert die Ideenlosigkeit von SPD und Grünen. Die Linie bei der Bekämpfung des Rechtsradikalismus ist klar, hier herrscht Konsens unter den demokratischen Parteien. Ein Abwehrzentrum Rechtsextremismus wurde eingerichtet, nun bleibt dessen Arbeit abzuwarten. Die grundsätzliche Kritik am Einsatz von V-Leuten teilen wir nicht: Wer, wenn nicht die V-Leute, bringen uns die Informationen, die wir brauchen? Es gibt keinen Grund, über die Arbeit des NRW-Verfassungsschutzes zu klagen. Er arbeitet gut und hat den Rückhalt des Parlaments verdient.
Streit um Weihnachtsbäume aus Nordrhein-Westfalen: Landesregierung gefährdet Grundlage der Waldbauern
Einmal mehr schwingt die rot-grüne Koalition die ideologisch getriebene Gesetzeskeule, um ein lokal begrenztes Problem – hier konkret im Sauerland – für ganz Nordrhein-Westfalen einheitlich zu regeln. Dieses undifferenzierte Vorgehen gefährdet langfristig die Existenzgrundlage vieler Waldbauern. Mit der geplanten Änderung des Landesforstgesetzes nimmt Rot-Grün in Kauf, dass Weihnachtsbäume zukünftig nicht mehr aus heimischen Gefilden stammen, sondern aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen importiert werden. Auch wir kritisieren lokale Auswüchse bei Weihnachtsbaumkulturen. Insbesondere die Verantwortlichen vor Ort müssen daher die Sorgen aller Betroffenen ernst nehmen. Allerdings laufen vor Ort bereits konstruktive Gespräche über die Verbesserung der Situation. Dafür braucht es keine Änderung des Landesforstgesetzes.
CDU-Fraktion warnt: Scientology versucht massiv in den Nachhilfemarkt einzusteigen
Mit der jetzt erfolgten Ausgabe der Halbjahreszeugnisse werden viele Eltern aufgrund schlechter Zeugnisnoten wieder Nachhilfeorganisationen für ihre Kinder konsultieren. Dabei sollten Eltern keine voreilige Entscheidung treffen, sondern sich genau über die verschiedenen Institutionen und Angebote informieren. Hintergrund sind die starken Aktivitäten von Scientology in diesem Segment. Scientology versucht massiv in den Nachhilfemarkt einzusteigen, um so Kinder und ihre Eltern in ihrem Sinne zu beeinflussen. Nachhilfeschüler bekommen keinen fächerorientierten Unterricht, sondern eine Schulung, die sich ausschließlich an der Lerntheorie des Gründers der Psycho-Sekte, L. R. Hubbard, orientiert. Eindeutige Kennzeichen einer Verbindung von Nachhilfeinstituten zu Scientology sind Namen wie "Nachhilfe und Lerntechniken", "Zentrum für individuelles und effektives Lernen (ZIEL)", "Applied Scholastics" oder "Ziel Concept". Eltern, die sich nicht sicher sind, ob die Nachhilfeorganisation von Scientologen geleitet wird, können sich bei dem Verein Sekten-Info NRW in Essen (www.sekten-info-nrw.de) näher informieren.
Grüne und SPD verschließen die Augen vor der Realität an unseren Hochschulen
Wenn die hochschulpolitische Sprecherin der Grüne-Fraktion, Frau Seidel, in dieser Woche im Wissenschaftsausschuss erklärt, ‚Die Hochschulen schwimmen im Geld‘, dann dokumentiert das eindrucksvoll, wie weit die Grünen von den Realitäten an unseren nordrhein-westfälischen Hochschulen entfernt sind. Angesichts sprunghaft steigender Studierendenzahlen bei gleichzeitig weniger Finanzmitteln pro Studierendem ist solch eine Äußerung nur als vollkommen weltfremd zu bezeichnen. Frau Seidel malt sich ihre Welt, wie sie ihr gefällt. Und die SPD macht bei dieser Pippi-Langstrumpf-Rechnung mit. Das ist besorgniserregend, wie man die Wirklichkeit wegreden möchte.
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| 06.02.2012, 08:55 Uhr |
Themen der Woche - 05. KW
Wofür fordert Frau Kraft mehr Geld vom Bund? Allein 2011 hat NRW über 300 Millionen Euro Bundes- und EU-Mittel nicht abgerufen
Wenn Frau Kraft in dieser Woche in der Presse für zusätzliche Bundesmittel für Wirtschaft, Städtebau, Straßenbau, Bahn, Wissenschaft und Forschung sowie Bildung und Kinderbetreuung wirbt und einen „Vorrang West“ fordert, zeigt das erneut: Frau Kraft spricht mit gespaltener Zunge. Sie schwadroniert viel und tut nichts. Denn während Frau Kraft mehr Bundesgeld fordert, legt ihr Finanzminister am 1. Februar 2012 eine Liste der im Jahr 2011 nicht abgerufenen Bundesmittel und Europamittel vor (Drs. 15/1212). Darin rechnet der NRW-Finanzminister seiner Chefin vor, dass sie im Jahr 2011 auf viele Millionen Euro für Nordrhein-Westfalen verzichtet, und zwar
auf 107 Millionen Euro Bundesmittel für die Hochschulen
auf 80 Millionen Euro Bundesmittel für den öffentlichen Nahverkehr
auf 50 Millionen EU-Mittel zur Wirtschaftsförderung
auf 38 Millionen Bundesmittel für den U3-Ausbau und
auf 33 Millionen Bundesmittel für Stadtentwicklung.
Frau Kraft hat im vorigen Jahr also mehr als 300 Millionen Euro Bundes- und EU-Gelder links liegen gelassen. Gleichzeitig ruft sie mit großer Geste nach mehr Bundesgeld. Hier stimmen wieder einmal Wort und Tat nicht zusammen. So ist Frau Kraft. In Deutschland ist sie die Schuldenkönigin, in Berlin lässt sie das Geld liegen. Frau Kraft redet groß, sie tut nichts: Das zeichnet die Regierung Kraft aus.
Ausbruch in der JVA Bochum weitet sich zum Justizskandal aus – Justizministerium führt Öffentlichkeit hinters Licht
Der jüngste Ausbruch eines Häftlings aus der JVA Bochum nimmt Formen eines handfesten Skandals an. Nach Bekanntwerden des erneuten Ausbruchs versuchten Anstaltsleitung und NRW-Justizministerium der Öffentlichkeit den ausgebrochenen Häftling als harmlos zu beschreiben. Dann, zwei Tage später, musste NRW-Justizminister Kutschaty im „Mittagsmagazin“ des WDR-Hörfunks einräumen, dass es gegen den Mann einen europäischen Haftbefehl wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt und wegen Brandstiftung gibt. Noch am selben Morgen hatte der Chef der JVA Bochum im Morgenmagazin des WDR-Hörfunks wörtlich über den Ausbrecher erklärt: „Das ist ein Dieb. Der hat hochwertige Drogerieartikel geklaut. Die hat er an seinen Hehler vertickt. Das ist kein Gefährlicher, das ist ein eher Kleinkrimineller.“ Was sollte da vertuscht werden? Über 24 Stunden hat man die Öffentlichkeit über die Gefährlichkeit des Mannes im Ungewissen gelassen. Das ist ein Skandal. Und mittags dann stellt NRW-Justizminister Kutschaty plötzlich die Gefährlichkeit des Mannes fest. So darf man die Öffentlichkeit nicht hinters Licht führen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Klarheit und Wahrheit. Dieses Recht durchzusetzen ist Sache des zuständigen Ministers. Der hat im Falle des Ausbruchs in Bochum massiv versagt. Kutschaty muss schleunigst für Klarheit und Sicherheit sorgen.
Minister Remmels Klimaschutzgesetz ist und bleibt rücksichtslos wirtschaftsfeindlich und schützt nicht einmal das Klima
Der von Minister Remmel in dieser Woche vorgestellte Entwurf eines Klimaschutzgesetzes ist und bleibt rücksichtslos wirtschaftsfeindlich. Und er schützt nicht einmal das Klima. Zudem zeigt sich: in NRW regiert wieder die pure Ideologie. Viele Gespräche, nichts dahinter. Das Gesetz wird umgesetzt, wie gewollt, ohne sich um Bedenken zu kümmern. Minister Remmel arbeitet weiter an seinem Ruf als Klimataliban. Zudem kündigt er an, jetzt Gespräche über den Klimaschutzplan führen zu wollen. Auch dabei werden sich Minister Remmel und die Minderheitsregierung wieder als beratungsresistent erweisen. Bei dieser Landesregierung ist der Klimaschutz in schlechten Händen. Die nordrhein-westfälische Wirtschaft hat sich ohnehin längst abgewendet. Da helfen auch neue Posten für NRW-Ministerpräsidentin Kraft im SPD-Bundesvorstand nicht. Ob beim Klimaschutz oder in der Wirtschaft: Frau Kraft spricht mit gespaltener Zunge.
U3-Betreuungsplätze: Jetzt soll eine „Task Force“ retten, was nicht mehr zu retten ist
Die rot-grüne Minderheitsregierung versagt in einem ihrer zentralen Politikfelder: Denn statt kein Kind zurückzulassen, lässt Frau Kraft die Kinder in Nordrhein-Westfalen im Stich. Nach Monaten der Untätigkeit wird Nordrhein-Westfalen den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 2013 nicht mehr erfüllen können – daran ändert auch eine „Task Force“ nichts. Tausende Eltern in NRW werden das Nachsehen haben und einen dringend benötigten Betreuungsplatz für ihre Kinder vor Gericht einklagen müssen. Wer erst eineinhalb Jahre nach Regierungsverantwortung eine „Task Force" in Sachen U3-Betreuung einsetzt, der nimmt sich der Probleme der Eltern nicht ernsthaft an. Die rote Laterne hat die Regierung nicht nur für ihre desaströse Schuldenpolitik bekommen, sondern auch beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Nordrhein-Westfalen bildet auch bei diesem so wichtigen Themenfeld das traurige Schlusslicht in Deutschland im bundesweiten Vergleich. Das ist ein Armutszeugnis, Frau Kraft!
Die Landesregierung ist am Zug: Atommüll muss sicher lagern
Zur aktuellen Frage nach der Lagerung der Jülicher Atomabfälle haben die Menschen in Jülich und Umgebung einen Anspruch darauf, dass die Landesregierung ihnen klar sagt, was sie will. Die bisherige Position der Landesregierung, den Atommüll über Juni 2013 hinaus in Jülich lagern zu wollen, bedeutet ein echtes zusätzliches Zwischenlager mit allen Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit und Genehmigungen. Es ist Aufgabe der Landesregierung, den Bürgern in Jülich alle Konsequenzen im Zusammenhang mit so einem Zwischenlager zu erklären. Stattdessen duckt sich die Regierung weg. Die Zeit für die Lagerung der Abfälle in Jülich läuft davon, weil die Genehmigung für die Lagerung in Jülich im kommenden Jahr ausläuft. Die Betreiber und die Anwohner brauchen jetzt dringend Klarheit, darauf hat auch Bundesforschungsministerin Schavan in dieser Woche zu Recht hingewiesen. Doch offenbar gibt es in der NRW-Landesregierung keine Verständigung darüber, was mit dem Müll geschehen soll. Der eine im Kabinett schiebt es auf den anderen. Herr Jäger und Herr Remmel wollen keine Transporte nach Ahaus, Herr Voigtsberger will nicht belästigt werden, und die Ministerpräsidentin will nicht entscheiden. Eins ist gewiss: Der Abfall wird sich nicht in Luft auflösen. Das Problem wird durch Untätigkeit nicht gelöst. Diese grün-rote Minderheitsregierung verschleppt es. Das ist unverantwortlich.
Online-Befragung: NRW-Wissenschaftsministerin Schulze will die Studierenden für dumm verkaufen
Wie weit weg ist die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Schulze eigentlich vom Alltag der Studierenden in NRW? Eine Online-Umfrage zur Zufriedenheit von Studierenden zu veröffentlichen, die mit keinem Wort die katastrophale Enge in einem Hörsaal während einer Statistikvorlesung erwähnt, die keine Silbe verliert über Begrenzungen von Seminaren und auch die Problematik fehlender Fachliteratur in den Universitätsbibliotheken nicht zu kennen scheint – was soll das für eine Umfrage sein? Frau Schulze verkauft Studierende für dumm. Repräsentativ ist die Umfrage ohnehin nicht, wenn sich von einer halben Million Studentinnen und Studenten in NRW gerade mal knapp 20.000 beteiligen. Zudem ist völlig unklar, ob es sich bei den Antwortenden überhaupt um Studierende handelt, weil sich jeder online an der Befragung beteiligen konnte. Es wurde noch nicht einmal eine Matrikelnummer oder der Studienort abgefragt. Und wenn von diesen 20.000 über 70 Prozent erklären, sie seien mit ihrem Studium zufrieden, dann sind das in absoluten Zahlen gerade mal 14.000, das entspricht knapp drei Prozent der Studentinnen und Studenten in NRW. Und diese maximal drei Prozent sagen übrigens, dass sie mit ihrem Studium grundsätzlich zufrieden sind, aber kein Wort zu den Studienbedingungen an ihren Hochschulen. Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Frau Schulzes Atomkugel-Affäre haben wir gelernt, dass die Ministerin ihre Worte immer sehr genau wägt. Wie die Ministerin da jetzt schlussfolgern kann, über 70 Prozent der Studierenden in Nordrhein-Westfalen seien mit den Studienbedingungen zufrieden, bleibt ihr Rätsel. Frau Schulze redet sich die Wirklichkeit schön.
Mediaturm muss als Festung der Frauenkultur erhalten bleiben
Die Begründung, warum die rot-grüne Landesregierung dem Frauenmediaturm (FMT) die Förderung streicht, ist vorgeschoben. Die Landesregierung gibt vor, den Großteil der FMT-Förderung aus Spargründen streichen zu müssen. Dabei verschweigt sie, dass im vergangenen Jahr rund 7 Millionen Euro aus dem Frauenförderetat nicht verausgabt wurden. Das passt nicht zusammen. In Wahrheit geht es nicht um Sparzwänge, sondern um die bedingungslose Rückabwicklung von auf Basis der Vorarbeit der Regierungen Clement und Steinbrück gegebenen Zusagen der schwarz-gelben Vorgängerregierung. Das Archiv des Frauenmediaturms ist ein weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus zeitgeschichtlich und europäisch bedeutsames Archiv, das für unser Land gesichert werden muss. Die Ministerpräsidentin ist in der Pflicht, dies nicht aufgrund persönlicher Animositäten ihrer Ministerinnen mit Frau Schwarzer zu gefährden.
Aktuelle Viertelstunde im Integrationsausschuss: Die Affäre Kaykin ist längst noch nicht ausgestanden
Die CDU-Landtagsfraktion hatte im Integrationsausschuss eine Aktuelle Viertelstunde beantragt, nachdem in der Vorwoche in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung neue Vorwürfe gegen die Begegnungsstätte in Duisburg und Projekte und Abrechnungen der damaligen Geschäftsführerin und Projektleiterin Zülfiye Kaykin bekannt wurden. Erst wollte der SPD-Ausschussvorsitzende Garbrecht die Aktuelle Viertelstunde in dieser Woche mit allen Mitteln verhindern. Und als er damit scheiterte, mauerte die Landesregierung. Die Vorwürfe gegen die Begegnungsstätte in Duisburg, deren Geschäftsführerin die heutige NRW-Integrationsstaatssekretärin Kaykin war, konnte Integrationsminister Schneider erneut nicht ausräumen. Was Minister Schneider im Ausschuss erklärte, war ganz dünne Suppe. Er war noch nicht einmal imstande, die Frage zu beantworten, aufgrund welches Anfangsverdachts und welches Vorwurfs die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt ermittelt. Es sind noch viele Fragen offen geblieben. Die Affäre Kaykin ist längst noch nicht ausgestanden.
Geht Datteln 4 nicht ans Netz, ist nicht die Justiz Schuld, sondern diese Landesregierung
Das Chaos in der nordrhein-westfälischen Landesregierung um die Fertigstellung des modernsten Kohlekraftwerks Europas in Datteln wird immer größer. Seit über einem Jahr eiern Frau Kraft und Herr Voigtsberger in dieser Frage herum. In Sonntagsreden bekennen sie sich zum Industrie- und Energiestandort NRW, lassen ihren Worten aber keine Taten folgen. Für den Wirtschaftsverhinderungsminister Remmel ist die Angelegenheit ohnehin klar: Er will, dass Datteln 4 nicht ans Netz geht. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, mischt sich jetzt auch noch der Arbeitsminister Schneider in die Debatte um Datteln 4 ein. So wurde er in dieser Woche in der Recklinghäuser Zeitung wie folgt zitiert: „Ich bin sicher, dass Datteln ans Netz gehen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gericht die Verantwortung dafür übernehmen will und kann, dass hier eine Milliardeninvestition in den Sand gesetzt wird.“ Dass ausgerechnet Minister Schneider die Schuld für das politische Unvermögen dieser Landesregierung auf die Justiz abzuwälzen versucht, ist eine Unverfrorenheit. Das Hin und Her in Sachen Datteln zeigt, wie zerstritten die Regierung in dieser Frage ist. Es ist die Aufgabe von Frau Kraft, dieses peinliche Schauspiel zu beenden. Geht Datteln 4 nicht ans Netz, ist nicht die Justiz Schuld, sondern diese Landesregierung.
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| 30.01.2012, 09:39 Uhr |
Themen der Woche - 04. KW
Haushaltsabschluss 2011: Frau Kraft versagt in ihrem zentralen Politikfeld – Stellen unterrichten nicht
Neben den Steuermehreinnahmen weist der vorläufigen Haushaltsabschluss 2011 der Minderheitsregierung über 500 Millionen Euro Minderausgaben beim Personal auf. Frau Kraft redet die ganze Zeit von Investitionen in Bildung, doch wenn es dann konkret wird, versagt sie. Denn Stellen unterrichten nicht. Das wirft die Fragen auf: Warum waren die Ansätze beim Personal dermaßen überhöht? Hat die Minderheitsregierung die neu eingerichteten Lehrerstellen nicht besetzt? Wenn Frau Kraft von einer fallenden Linie bei der Neuverschuldung spricht, zeigt das ihre Rechenkünste. Schließlich plant sie für 2012 bereits wieder vier Milliarden neue Schulden. Wo da die fallende Linie ist, bleibt ihr Geheimnis.
SPD und Bündnisgrüne legen Tagesmüttern immer neue Steine in den Weg, das Nachsehen haben junge Familien
Es brennt bei der Betreuung für Kinder unter drei Jahren in Nordrhein-Westfalen an allen Ecken und Enden. Diese grün-rote Minderheitsregierung bringt es fertig, Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich wieder dahin zu manövrieren, wo es unter der letzten rot-grünen Landesregierung 2005 stand: nämlich am Tabellenende. Und nun hat der grüne Umweltminister noch draufgesattelt: Mit seinem Plan, Tagesmütter wie Lebensmittelunternehmen zu behandeln, schafft er Unsicherheit und schreckt die Frauen ab. Will Remmel allen Ernstes demnächst seine Lebensmittelkontrolleure zu den Tagesmüttern schicken? Wenn der grüne Umweltminister sich mit seinem Plan auf die Europäische Kommission beruft, dann liegt er damit falsch. In einer Pressemitteilung der EU-Kommission vom 19. Dezember 2011 heißt es: „Tagesmütter und Tagesväter fallen nicht unter die strengen Hygienevorschriften für Lebensmittelunternehmen“. SPD und Bündnisgrüne haben das Erfolgsmodell Tagespflege insgeheim immer schon abgelehnt. Heute drängt sich der Verdacht auf, dass SPD und Grüne die Tagesmütter mit übertriebener Kontrolle und Bürokratismus aus dem Markt drängen wollen. Aber ohne die Tagespflege ist der gesetzliche Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ab Mitte 2013 nicht zu schaffen. Das Nachsehen haben die Familien, die eine verlässliche Lebensplanung brauchen. Frau Kraft lässt die Kinder in NRW im Stich.
Anhörung zum Klimaschutzgesetz war in weiten Teilen „ein Verriss“
Ein Verriss für den Entwurf des Klimaschutzgesetzes war die Expertenanhörung, die in dieser Woche im Düsseldorfer Landtag stattgefunden hat. Das Klimaschutzgesetz rettet das Klima nicht, urteilte zum Beispiel der Verband der Chemischen Industrie, VCI. Es habe vielmehr eine erhebliche Verunsicherung der Unternehmen zur Folge und deren Entscheidung, in NRW zu investieren. Was ist gewonnen, wenn die Produktion in NRW ausläuft und die Autozulieferer stattdessen in China oder Indien produzieren, fragten die Gewerkschaften. Dann bliebe in NRW die Arbeitslosigkeit, und ob im Fernen Osten klimafreundlicher produziert werde, müsse man mit einem Fragezeichen versehen. Der Bauernverband geißelte das Gesetz als wenig zielführend, und Juristen halten das Klimaschutzgesetz für verfassungswidrig. Darüber hinaus bemängelten die kommunalen Spitzenverbände stellvertretend für andere Experten das Fehlen des Klimaschutzplanes, der die konkreten Vorgaben des Klimaschutzgesetzes formulieren soll. Das Gesetz gleiche einer Blackbox. Industrie und Energieversorger unternehmen große Anstrengungen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, mit Erfolg. NRW hat am weltweiten Gesamtausstoß von CO2 einen Anteil von bis zu einem Prozent. Deshalb ist es wichtig, sich global zu engagieren, wenigstens aber europaweit. Stattdessen will sich Herr Remmel in NRW austoben zum Schaden für den Industriestandort NRW, hochwertige, ertragreiche Arbeitsplätze und letztlich auch der Umwelt.
Kündigungssperrfristverordnung: Rot-Grün greift tief in die Mottenkiste
In dieser Woche hat die grün-rote Landesregierung ein überflüssiges Relikt aus der Mottenkiste hervorgeholt, die Kündigungssperrfristverordnung. Sie wird wieder zum Leben erweckt, während SPD und Bündnisgrüne in der Düsseldorfer Staatskanzlei die Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus zusammenstreichen. Die CDU-geführte Vorgängerregierung hatte 2006 die Kündigungssperrfristverordnung außer Kraft gesetzt. Denn die Sperrfrist für Eigenbedarfskündigungen ist bundesrechtlich im Bundesgesetzbuch geregelt. Deshalb gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Grund für eine darüber hinausgehende Regelung. Nach dem Beschluss der rot-grünen Minderheitsregierung soll die Kündigungssperrfrist in bestimmten Kommunen in NRW auf bis zu acht Jahre ausgedehnt werden. Wer wagt es denn, unter solchen Bedingungen für die eigene Nutzung eine zu dem Zeitpunkt vermietete Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Die Abschaffung der Kündigungssperrfristverordnung war deshalb sinnvoll. Und sie hat sich bewährt. Denn wir hatten eine Überregulierung des Wohnungsmarkts in Nordrhein-Westfalen, die es zu beseitigen galt. In einem Land, in dem in weiten Teilen Tausende von Wohnungen leer standen und leer stehen, erwies sich die Verordnung als unsinnig. Wieder einmal zeigt diese Minderheitsregierung: Sie will die Menschen mit unnötigen Vorschriften überziehen und das Land mit dem gleichen Mehltau überziehen, der schon vor 2005 festzustellen war. Viel sinnvoller wäre es, wenn Minister Voigtsberger endlich ein vernünftiges Wohnungsbauförderprogramm vorlegen würde, anstatt in die sozialistische Mottenkiste zu greifen.
Dichtheitsprüfung: Rechtsverordnung mit zwei Varianten schafft keine Rechtssicherheit – Das Chaos im Hause Remmel geht weiter
Bei der Dichtheitsprüfung herrscht Chaos pur im Hause Remmel und in der grün-roten Minderheitsregierung. Das dokumentiert die in dieser Woche vom Landeskabinett vorgelegte Rechtsverordnung zur Kanalprüfung. Die CDU-Landtagsfraktion wundert sich zum einen darüber, dass Umweltminister Remmel schon eine Rechtsverordnung schuf, bevor der Düsseldorfer Landtag überhaupt ein entsprechendes Gesetz beschlossen hat. Zum anderen lässt die Rechtsverordnung zwei Varianten zu und damit letztendlich offen, in welcher Frist Abwasserleitungen geprüft werden müssen. Variante 1: Prüfung erst bis Ende 2023 notwendig, danach alle 30 Jahre; Variante 2: Prüfung nur notwendig, sofern Feststellungen der Gemeinden oder andere Feststellungen Gefahrenlagen erkennen lassen. Eine Rechtsverordnung soll Rechtssicherheit schaffen. Das ist der Sinn einer Rechtsverordnung. Eine Rechtsverordnung regelt nicht das ‚Wünsch Dir was‘. Die jetzt von Herrn Remmel vorgelegte Rechtsverordnung ist das Eingeständnis, dass sich die Koalition nicht einigen kann. So schafft Minister Remmel keine Rechtssicherheit. Das Chaos geht weiter. Wenn eine Regierung ein solches Problem nicht lösen kann, welches Problem will Frau Kraft überhaupt noch lösen?
Konzept für Zwergschulen: Der kleine Teilstandort wird zum Schnellboot, das den Tanker Stammhaus navigiert
Um das „Konzept zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Grundschulangebots in NRW“ ging es in dieser Woche im Landtag. Die CDU-Landtagsfraktion will die Schule im Dorf lassen. Es gilt das Prinzip: Kurze Wege für kurze Beine. Es war die CDU in Nordrhein-Westfalen, die erfolgreich dafür geworben hatte, das Thema des Erhalts der kleinen wohnortnahen Grundschulen in den Schulkonsens mit aufzunehmen. Denn die Grundschulen legen den Grundstein für Identität und Sozialkompetenz der Kinder. Die CDU-Fraktion fordert für den ländlichen Raum die Einführung eines Flächenindex, so wie die CDU-geführte Landesregierung in der letzten Legislaturperiode einen Sozialindex einführte. Der Flächenindex ermöglicht es den Kommunen, auch kleine Schuleinheiten vorzuhalten. Wir sind zuversichtlich, dass das Konzept zügig Rechtssicherheit für die so genannten „Zwergschulen“ im Lande schafft und gleichzeitig ein qualitativ gleichwertiges Angebot und demographiefestes Grundschulsystem etabliert. Zukünftig erhalten Kommunen und Schulen mehr Flexibilität, indem die Stammschule zum Beispiel jahrgangsbezogen, der Teilstandort jahrgangsübergreifend unterrichten kann. Der Schulträger erhält damit mehr Möglichkeiten, Standorte zu erhalten. Und die kleinen Teilstandorte haben dadurch die Chance, pädagogische Innovationen auch für die Stammschulen vorzubereiten. So wird der kleinere Standort zum Schnellboot, weil er leichter navigierbar ist als der Tanker ‚Stammhaus‘. Auf die Ergebnisse freuen wir uns.
Ladenschluss: Veränderung verstößt gegen Interessen der Verbraucher und des mittelständischen Einzelhandels
Die grün-rote Regierung unter Ministerpräsidentin Kraft beginnt wieder, die Menschen in NRW zu gängeln, zu drangsalieren, zu kujonieren. Erwachsene Kunden und erwachsene Verkäufer können selbst miteinander vereinbaren, wann sie einkaufen können und wollen. Dafür brauchen sie Frau Kraft nicht. Das Ladenschlussgesetz hat sich bewährt, es hat eine große Akzeptanz bei den Menschen gefunden. Darüber hinaus hat es sich auch als Jobmotor entwickelt. Die Zahlen der Arbeitnehmerinnen du Arbeitnehmer im Einzelhandel haben sich um 40.000 Beschäftigte erhöht. Dabei hat sich das Verhältnis von Vollzeit- und Teilzeitarbeitsplätzen nicht verändert. Unser Gesetz ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen geschütztem Sonntag und mehr Freiheit in der Woche. Gleichzeitig ist es ein Vertrauensbeweis für die Kommunen. Denn vor Ort wird entschieden, wie viele Sonntage im Jahr geöffnet werden darf. Eine Veränderung ist nicht im Sinne des Verbrauchers, da hat die NRW-Verbraucherschutzzentrale Recht.
Entwurf der ÖPNVG-Novelle zügig vorlegen – Minderheitsregierung muss endlich handeln
Seit Monaten warten wir auf die Einbringung des ÖPNV-Gesetzes durch die Landesregierung. Doch bei diesem Thema herrscht völlige Tatenlosigkeit. Bereits im Sommer 2011 hatte die die Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag zur ÖPNV-Novelle stattgefunden, seitdem tat sich nichts. Die im Landtag vertretenen Fraktionen haben immer noch keinen Gesetzentwurf erhalten, obgleich dieser längst existiert. Seit eineinhalb Jahren gehen SPD und Bündnisgrüne jeder sachlichen Diskussion beim Thema ÖPNV-Infrastruktur und Straßenbau systematisch aus dem Wege. Indessen bleiben viele wichtige Nahverkehrsprojekte in NRW auf der Strecke. So zum Beispiel die Einführung des neuen Regionalexpress 6a, einer Linie von Düsseldorf über Neuss und Dormagen nach Köln. Diese verzögert sich unter anderem deswegen, weil durch die ausstehende Gesetzesnovelle keine Finanzierungssicherheit besteht. Dabei ist diese zusätzliche Bahnlinie besonders wichtig, um die Linien RE 1 und RE 5 zwischen den beiden Rheinmetropolen zu entlasten. Erst im vergangenen November hatte die CDU-Fraktion einen Vorstoß im Landtag unternommen und die Landesregierung aufgefordert, zügig eine Novelle vorzulegen, damit endlich Rechtssicherheit herrsche. Verkehrsminister Voigtsberger schickte damals seinen grünen Staatssekretär Becker vor. Der reagierte – wie üblich – mit Schuldzuweisungen und verwies auf hohen Abstimmungsbedarf und ausstehende Gutachten. Für die Bahnkunden, vor allem Berufspendler, die täglich in überfüllten Zügen stehen, hätte man sich mehr Engagement und Tempo gewünscht. Diese finden es ganz und gar nicht gut, dass der Minister zu viel Zeit in seinem dienstlich gelieferten Ruhesessel verbringt und sein Staatssekretär die Problematik nicht ernst nimmt.
Inklusion –Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen
Die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen ist am 3. Mai 2008 in Kraft getreten. Sie fordert uns auf, unsere gesellschaftlichen Lebensräume inklusiv, das heißt so zu gestalten, dass jeder Mensch teilhaben kann. Auch das christliche Menschenbild als Leitbild der Christdemokraten hat eine Gesellschaft vor Augen, in der jeder Mensch mit seinen individuellen Besonderheiten gewollt ist und dazugehört. Viele Forderungen sind deshalb in unserer Gesellschaft bereits umgesetzt. Neu und entscheidend ist aber, dass wir unsere Wahrnehmung in Bezug auf das, was Menschen mit Behinderung wollen und wie sie leben möchten, verändern müssen. Im Bemühen, den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden zu wollen, sind Hilfen über Jahrzehnte in Strukturen eingebunden worden, die Betroffene heute zunehmend als einschränkend ablehnen. Hier stellt die Konvention klare Forderungen an Politik und Gesellschaft, das Selbstbestimmungsrecht und die Selbständigkeit von behinderten Menschen zu respektieren und diese Haltung in allen Bereichen in politisches und gesellschaftliches Handeln umzusetzen. Diese Aufgabe ist eine immense Herausforderung für alle staatlichen Ebenen, für Bund, Land, Kommunen und kommunale Verbände. Tiefgreifende strukturelle Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen sind notwendig. Die CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen will die Umsetzung der UN-Konvention voranbringen. Wir wollen das Recht auf Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen, über alle Lebensphasen hinweg, gemeinsam mit den Betroffenen verwirklichen. Doch Inklusion geschieht nicht von selbst, sondern ist ein permanenter Prozess, den es gemeinsam zu gestalten gilt. Die inklusive Gesellschaft wird erst dann erreicht sein, wenn das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten von Geburt an – im Kindergarten, in der Schule, im Verein, in der Freizeit und im Arbeitsleben – eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Die CDU-Landtagsfraktion stellt sich dieser Aufgabe. Unsere Forderungen und Wünsche sind in ein richtungsweisendes Papier geflossen, das in gedruckter Form per E-Mail unter cdu-pressestelle@cdu-nrw-fraktion.de bestellt oder auf unserer Homepage www.cdu-nrw-fraktion.de als barrierefreie pdf-Datei heruntergeladen werden kann.
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| 23.01.2012, 08:38 Uhr |
Themen der Woche - 03. KW
Keine Bevormundung – Finger weg vom Ladenöffnungsgesetz
Die von der CDU-geführten Landesregierung erreichte Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten war und ist richtig. Sie hat sich in den zurückliegenden fünf Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes bewährt. Das bestätigt der Evaluationsbericht zum Gesetz ebenso wie die Sachverständigenanhörung im Wirtschaftsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Das Ladenöffnungsgesetz trägt den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden wie auch der Händler Rechnung und wird von beiden Seiten sehr gut angenommen. Es ermöglicht eine kundenfreundliche Anpassung der Ladenöffnungszeiten an die veränderten Lebensumstände moderner Verbraucherhaushalte. Jeder Händler kann heute frei entscheiden, ob und wie er die gesetzlichen Möglichkeiten ausnutzen will. Eine Rücknahme dieser Regelung, wie sie die rot-grüne Minderheitsregierung fordert, würde eine Bevormundung von Kunden und Händlern bedeuten. Das lehnt die CDU-Landtagsfraktion strikt ab. Wir brauchen keine Politik, die die Menschen per Gesetz erziehen und in ihren Freiheiten beschneiden will. Aus Sicht der CDU ist das Gesetz für ganz Deutschland vorbildlich. Es bietet einen guten Ausgleich zwischen dem Wunsch von Verbrauchern und Händlern nach flexiblen Ladenöffnungszeiten und dem christlichen Anliegen, dass Sonn- und Feiertage besonders geschützte Tage bleiben.
Während Bayern bis 2030 seine Schulden tilgen will, bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin in Europa
Bayern hat sich vorgenommen, seine Schulden bis 2030 abzubauen. Nordrhein-Westfalen macht in Zeiten höchster Steuereinnahmen vier Milliarden Euro Schulden. Und Rot-Grün hat kein Konzept, wie das strukturelle Defizit in Nordrhein-Westfalen abgebaut werden soll. Dies hat die Anhörung zum Haushaltsgesetzentwurf der Minderheitsregierung in dieser Woche eindrucksvoll gezeigt. Eine politisch belastbare Konzeptentwicklung ist Voraussetzung für eine nachhaltige Haushaltswirtschaft. „Dies ist in Nordrhein-Westfalen leider immer noch nicht erkennbar“, urteilt die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Auch das Rheinische-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung attestiert der Landesregierung, dass konkrete Angaben darüber fehlen, wie der Abbau des strukturellen Defizits von über vier Milliarden Euro umgesetzt werden soll. Das einzige was Rot-Grün kann, ist Geld ausgeben. So bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin in Deutschland.
In Berlin machen sich die Grünen ehrlich, in Düsseldorf machen sie NRW zum Stauland Nummer eins in Deutschland
Wann macht sich der grüne parlamentarische Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium ehrlich? Die Medien berichteten in dieser Woche über einen internen Arbeitsprozess in der grünen Bundestagsfraktion mit dem Titel: „Ehrlich machen“. Ergebnis dieses Prozesses laut Medien: Die Grünen im Bundestag befürworten den Ausbau von Autobahnen. Seit Frau Kraft an der Regierung ist, entwickelte sich Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 15 Monaten zum Stauland Nummer eins. Erst im vorigen Jahr haben SPD-Verkehrsminister Voigtsberger und sein grüner Staatssekretär Becker in einer beispiellosen Streichorgie für 78 von 174 Bundesfernstraßenprojekten sowie für 79 von 116 Landesstraßenbauprojekten die Ampel auf Rot gestellt. Während in Berlin die Grünen offenbar langsam die Notwendigkeit von Straßeninfrastruktur anerkennen, schaltet Nordrhein-Westfalen auf stur. Mobilität ist eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes. Diese Erkenntnis setzt sich bei den Grünen in Berlin durch. Sie sollten ihren grünen Verhinderungspolitikern in Düsseldorf versuchen, ihren neuen Sinn für die Realitäten zu vermitteln.
Zwischen Reden und Handeln der NRW-Minderheitsregierung klafft ein riesiger Krater
Das Wohnungsbauförderungsprogramm 2012, das Minister Voigtsberger in dieser Woche vorlegt hat, ist nicht nur die Bankrotterklärung der Minderheitsregierung für den sozialen Wohnungsbau, sondern ein eklatanter Widerspruch zu früheren Forderungen von SPD und Grünen. Es sind lediglich 850 Millionen Euro im Wohnungsbauförderungsprogramm vorgesehen. Während für die Eigentumsförderung und die energetische Sanierung jeweils nur 200 Millionen Euro bereitgestellt werden, sollen allein 450 Millionen Euro in den Mietwohnungsbau für die gleichen Einkommensgruppen gehen. Dabei gibt es gerade im Eigentumsbereich einen Förderstopp aus dem Sommer vergangenen Jahres mit einem riesigen Nachholbedarf. SPD und Grüne hatten sich als Oppositionsfraktionen sogar für eine gesetzliche Verankerung der Mindestfördersumme von einer Milliarde Euro für die soziale Wohnraumförderung ausgesprochen. Unter der CDU-geführten Vorgängerregierung ist demgegenüber zuletzt deutlich über 1 Milliarde Euro in die Wohnraumförderung investiert worden. Nun bleibt die Minderheitsregierung bereits zum zweiten Mal weit hinter dieser Fördersumme zurück. Das heißt: Bereits zum zweiten Mal klafft ein riesiger Krater zwischen Reden und Handeln dieser Minderheitsregierung was die Wohnungsbauförderung anbelangt. Es ist zu befürchten, dass auch dieser Haushaltstitel von Minister Voigtsberger im Ruhesessel entstanden ist. Und im Ruhesessel entstehen nun mal keine innovativen Lösungen zur Weiterentwicklung des sozialen Wohnungsbaus in NRW.
Haushalt ohne Nachhaltigkeit: Minister Remmel genehmigt sich erneut einen kräftigen Schluck aus der Pulle
Minister Remmel hat mit Haushaltskonsolidierung und Nachhaltigkeit nichts am Hut. Das offenbart sein in dieser Woche im Umweltausschuss debattierter Ressorthaushalt. Mit einer Steigerung von fast zehn Prozent der Ausgaben gegenüber 2011 genehmigt sich Remmel erneut einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu Lasten unserer Kinder und Enkel. Mit 300 zusätzlichen Stellen ist er der Hauptverantwortliche für die weitere Personalaufblähung der Landesregierung. Remmel lässt vollkommen außer Acht, dass die unteren Umweltschutzbehörden die Hauptarbeit der Umweltüberwachung leisten. Bei der Mittelzuweisung werden die Kommunen allerdings zugunsten einer großzügigen Stärkung der Bezirksregierungen benachteiligt. Remmel finanziert nur Behörden, auf die er seine Finger legen kann. Gleichzeitig regiert er in die anderen Häuser hinein: Klimaschutzgesetz, Landesplanung, Verkehrspolitik, Energiepolitik – um nur einige Themen zu nennen. Mit einer Haushaltspolitik, wie Sie Remmel betreibt, wird das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts nie erreicht werden. Remmel führt zwar das Wort Nachhaltigkeit ständig im Munde. Dass dazu auch die finanzielle Nachhaltigkeit gehört, hat dieser Minister aber nicht verstanden. Stattdessen ist sein Haus gekennzeichnet durch Personalaufstockung, mehr Bürokratie und bedingungsloser Klientelpolitik.
Skandal um Brustimplantate: Wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe von Ministerin Steffens brauchen, geht sie auf Tauchstation
Gerne inszeniert sich Gesundheitsministerin Steffens als die ‚Gender-Ministerin‘, die Diskriminierung dort zu erkennen vermag, wo sie selbst den vermeintlich Betroffenen oft nicht aufstößt. Doch wenn Frauen wirklich einmal die Hilfe und Unterstützung der Ministerin brauchen, dann benötigt Frau Steffens Zeit. So passiert bei dem Skandal um minderwertige und damit hochgradig gesundheitsschädliche Brustimplantate, die auch in Nordrhein-Westfalen implantiert worden sind. Die Sitzung des Gesundheitsausschusses in dieser Woche ergab, dass bereits im November 2011 der erste Fall einer krankhaften Veränderung durch besagte Brustimplantate bekannt wurde. Das Bundesgesundheitsministerium reagierte daraufhin unmittelbar mit Pressemitteilungen und Informationen. In Nordrhein-Westfalen hingegen passierte nichts. Wochenlang herrschte Funkstille in Frau Steffens‘ Ministerium. Das bleibt ein Skandal. Im Ausschuss führte die Ministerin aus, dass mittlerweile alle Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und die Ärzte, die Brustimplantate verwenden, angeschrieben worden seien. Die Information der betroffenen Patientinnen sei jedoch Pflicht der Ärzte und Krankenhäuser. Auch einen Überblick über Zahlen der betroffenen Patientinnen vermochte die Ministerin nicht zu benennen. Wo sind die Hilfen für die betroffenen Patientinnen? Wenn Frau Steffens hier nur einen Teil der Energie aufbringen würde, den sie aufbringt, um Raucher per Gesetz zu Nichtrauchern erziehen zu wollen, dann würden sich die betroffenen Frauen vielleicht ein Stück mehr ernst genommen fühlen.
Rot-Grün verschließt sich einer langfristigen Sicherung der Landesgartenschauen
Acht Monate haben SPD und Grüne taktiert und verzögert. Jetzt haben sie im Umweltausschuss die Katze aus dem Sack gelassen: Es gibt keine Zusage, die Landesgartenschauen regelmäßig im Dreijahres-Turnus durchzuführen. Für die zahlreichen interessierten Bewerberkommunen ist das ein Schlag ins Gesicht. Die CDU-Landtagsfraktion hatte bereits Anfang Mai vergangenen Jahres die Landesregierung mit einem Antrag (Drs. 15/1918) dazu aufgefordert, die Landesgartenschauen über das Jahr 2017 hinaus im dreijährigen Rhythmus weiterzuführen. Auch die SPD hatte mehrfach beteuerte, die Landesgartenschauen würden nicht in Frage gestellt. Dass die SPD jetzt im Ausschuss nicht einmal bereit war, den Dreijahres-Turnus mitzutragen, ist vor allem für die Bewerberkommunen aber auch für tausende Gärtner und Landschaftsbauunternehmen eine herbe Enttäuschung. Dass SPD und Grüne den Antrag abgelehnt haben zeigt, dass die schönen Worte nichts wert sind, wenn es um konkrete Beschlüsse geht.
Inklusion – Menschen mit Behinderung Teilhabe ermöglichen
Uns ist es wichtig, dass die CDU, gerade weil sie CDU ist, eine umfassende Positionierung zum Thema Inklusion auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes vornimmt. In dieser Woche hat die CDU-Landtagsfraktion dazu ein Positionspapier beschlossen, das den einen oder anderen Maßstab in Deutschland setzt. Das ist für die anderen Fraktionen und insbesondere für SPD und Bündnisgrüne die Messlatte. Auf 30 Seiten beschreiben die Christdemokraten ihre Anforderungen an Teilhabe an allen Bereichen des Lebens. Das Thema ist für eine christliche Partei wichtig, es steht aber auch auf der politischen Agenda – und dies nicht nur wegen der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen. Eltern von Kindern mit Behinderungen gehen heute sehr viel selbstbewusster damit um. Die Eltern stehen heute selbstbewusst zu ihren Kindern. Und sie wollen, dass ihre Kinder mit den Kindern in ihrer Nachbarschaft spielen, lernen, Freundschaften schließen. Daran hat die Lebenshilfe einen entscheidenden Anteil. Damit verändert sich auch das Bild der Behindertenpolitik. Dieser gesellschaftlichen Veränderung trägt das Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion Rechnung. Das Papier kann als barrierefreie Datei auf unserer Fraktionshomepage www.cdu-nrw-fraktion.de heruntergeladen werden.
CDU-Landtagsfraktion startet Online-Befragung zu Rundfunkgebühren
Die CDU-Landtagsfraktion startet eine Online-Befragung zu Rundfunkgebühren und zum Rundfunkstaatsvertrag. Den hatte das nordrhein-westfälische Landesparlament im Dezember des vorigen Jahres als vorletztes Bundesland in Deutschland beschlossen. Der Vertrag sieht eine Evaluierung nach zwei Jahren vor. Dazu wollen wir ein möglichst breites Meinungsspektrum erwirken. Deshalb haben wir eine eigene e-Mail-Adresse eingerichtet. Unter rundfunk@cdu-nrw-fraktion.de können uns Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit dem neuen Rundfunkstaatsvertrag mailen. Dabei interessiert die CDU-Landtagsfraktion insbesondere die Bewertung des neuen Modells der Berechnung der Rundfunkgebühren. Danach muss jeder Haushalt eine Gebühr entrichten unabhängig davon, ob dort Radio gehört oder Fernsehen geschaut wird. Die CDU-Landtagsfraktion wird die Entwicklung wohlwollend-kritisch beobachten. Zwar hat die Kommission zur Entwicklung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) Mitte dieser Woche erklärt, dass die Rundfunkgebühren bis 2014 stabil blieben. Es kann aber nicht sein, dass die Gebühreneinzugszentrale sich in dieser Zeit klammheimlich aufbläht und viele Stellen schafft, nur weil jetzt jeder Haushalt herangezogen wird. Auch von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten fordert die CDU weitere Sparanstrengungen. Auch dafür müssen Rundfunkanstalten und GEZ die kommenden zwei Jahre gut nutzen. Da bleiben wir hart am Ball.
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| 16.01.2012, 09:56 Uhr |
Themen der Woche - 02. KW
Ministerpräsidentin Kraft war 2011 die Schuldenkönigin, Ministerpräsidentin Kraft bleibt auch 2012 die Schuldenkönigin
Ministerpräsidentin Kraft war 2011 die Schuldenkönigin. Sie wird auch 2012 die Schuldenkönigin bleiben. Und wir werden als CDU-Opposition den Finger in diese Wunde legen. Die Landesregierung Kraft versagt in der Vorbereitung zentraler Zukunftsanliegen des Landes: Beispielsweise beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren oder bei der Verbesserung der Studienbedingungen an nordrhein-westfälischen Hochschulen – insbesondere nach der Entlassung der doppelten Abiturjahrgänge im kommenden Jahr. Stattdessen fangen sie wieder an und wollen mündige Bürgerinnen und Bürger bevormunden, indem sie ihnen zum Beispiel vorschreiben wollen, wann sie einkaufen dürfen und wann nicht. Wir haben auch kein Verständnis dafür, dass SPD und Bündnisgrüne die Schuldenbremse immer weiter hinauszögern. Schließlich wurde die Schuldenbremse in die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland unter einer Großen Koalition in Berlin und mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD aufgenommen. Auch in vielen Bundesländern ist mit Stimmen oder sogar unter Federführung der SPD die Schuldenbremse in Landesverfassungen aufgenommen worden. Nur in NRW wollen SPD und Grüne endlos debattieren. Dabei gibt es längst kein Erkenntnisdefizit mehr darüber, dass wir die Schuldenbremse brauchen. Es muss Schluss sein damit, dass Schulden gemacht werden dürfen. Wie schon im vorigen Jahr wird die CDU-Landtagsfraktion einen eigenen Haushaltsentwurf vorlegen. Im vorigen Jahr haben wir einen Entwurf vorgelegt, der eine Nettoneuverschuldung von 3,4 Milliarden Euro vorsah. Da war die Landesregierung noch bei 4,8 Milliarden. In diesem Jahr werden wir in unserem Entwurf die Netto-Neuverschuldung noch einmal deutlich zurückfahren. Denn wir wollen die Schuldenbremse erreichen. Und so die Landesregierung vor uns hertreiben.
Sondersitzung Care-Institut Münster: Ministerin Schulze verweigert Bekenntnis zu Spitzen-Grundlagenforschung in NRW
Das Strickmuster ist bei SPD-Wissenschaftsministerin Schulze immer dasselbe: Wenn sie eigene Fehler vertuschen muss, sind immer die anderen Schuld. Das war so bei der von ihr inszenierten Atomkugelaffäre im Frühjahr des vorigen Jahres, die mittlerweile von einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags aufgearbeitet wird. Und das ist heute so bei ihrem folgenschweren Versäumnis, rechtzeitig Gelder für die Ansiedlung des renommierten Care-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Münster in den Landeshaushalt einzustellen. Weil Frau Schulze das bisher verpatzt hat, gehen Fördermittel der Europäischen Union in einer Größenordnung von über 50 Millionen Euro für Münster verloren. Die CDU-Landtagsfraktion hatte eine Sondersitzung des Wissenschaftsausschusses des Landtags beantragt. Wir wollten wissen, warum die Wissenschaftsministerin die Ansiedlung eines so renommierten Instituts der Max-Planck-Gesellschaft für die Medikamentenforschung gefährdet. Doch auf klare Aussagen der SPD-Ministerin warteten die Abgeordneten vergebens. Trotz wiederholter Aufforderung mochte sich Ministerin Schulze öffentlich nicht hinter die Finanzierung des Instituts stellen und Unterstützung signalisieren. Anfang Juli vergangenen Jahres hat die Wissenschaftsministerin das Geschäftskonzept des Instituts vorgelegt bekommen, im August dann die Pläne. Dann kann sie nicht behaupten, sie habe erst drei Tage vor Weihnachten den Geschäftsplan bekommen. Frau Schulze ist seit eineinhalb Jahren im Amt. Ihre Negativbilanz setzt sich in einem fort. Sie kann es einfach nicht.
U3-Betreuung: Die schlampigen Gesetze von Frau Schäfer sind das Problem – Frau Kraft lässt die Kinder in NRW im Stich
Nicht das Geld ist das Problem beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in NRW. Die schlampigen Gesetze von Familienministerin Schäfer und deren dilettantische Umsetzung in Verwaltungsvorschriften sind die unüberwindbaren Barrieren, die die Kommunen zur Verzweiflung treiben. Deshalb bleibt es dabei: Rot-Grün wird den rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 2013 nicht erfüllen. Tausende Eltern in Nordrhein-Westfalen werden das Nachsehen haben. Frau Kraft versagt in einem ihrer zentralen Ziele, kein Kind zurück zu lassen. In Wahrheit lässt sie die Kinder in NRW im Stich.
Fünf Jahre nach Kyrill: Dank des damaligen Umweltministers Uhlenberg sind die Waldschäden heute weitgehend beseitigt
Mit Freude und Erleichterung können wir heute, fünf Jahre nach dem verheerenden Orkan Kyrill, feststellen: Die Waldschäden in Nordrhein-Westfalen sind weitgehend beseitigt, neuer Wald wächst nach. Unmittelbar nach der Katastrophe hat die damalige CDU-geführte Landesregierung 100 Millionen Euro an finanzieller Hilfe zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel wurden von der Europäischen Union und vom Bund bereitgestellt, so dass die Beseitigung der durch Kyrill verursachten Schäden schnell anlaufen und auch die langfristige Aufgabe der Wiederaufforstung bewältigt werden konnte. Das Gros der Schäden ist bereits im Jahr 2010 aufgearbeitet worden. Durch das von Minister Uhlenberg aufgelegte Wiederaufforstungsprogramm, das den Erfordernissen des Klimawandels Rechnung trägt, ist für die Waldwirtschaft eine gesicherte Zukunft erreicht worden. Die Waldwirtschaft, die Landesforstbehörden und die Landesregierung haben seinerzeit gemeinsam angepackt und die richtigen Entscheidungen für eine erfolgreiche Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen getroffen. Wir tragen heute die Verantwortung dafür, dass Nordrhein-Westfalen auch noch in 150 Jahren über große und gesunde Waldflächen verfügt. Dieses Ziel erreicht man nicht, indem man den Wald sich selbst überlässt, sondern indem man ihn standortangepasst und vielfältig bewirtschaftet. Deshalb ist die einseitige Ausrichtung der Waldwirtschaft, wie sie der heutige Umweltminister Remmel betreibt, der falsche Weg.
Zu wenig Erzieher in Kitas: Landesregierung gefällt sich im Nichtstun
Jetzt ist es amtlich. In den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen arbeiten zu wenig männliche Erzieher. So arbeiten nach Auskunft der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von zwei CDU-Landtagsabgeordneten nur 1.403 männliche Erzieher in unseren Tagesstätten. In der Tagespflege sind es sogar lediglich 281 Männer. Die Landesregierung bleibt damit hinter ihren eigenen, im Koalitionsvertrag formulierten Ansprüchen zurück. So hat sie zwar die Absicht erklärt, mehr junge Männer für die frühkindliche Bildung zu gewinnen. Das war es dann aber auch schon. Konkret geschehen ist bislang nichts. Wir als CDU-Landtagsfraktion haben schon vor Monaten auf dieses Missverhältnis hingewiesen und dazu einen Antrag zur Debatte und zur Abstimmung gestellt. Durch das ablehnende Votum von SPD und Grünen jedoch fand dieser keine Mehrheit. Wir fordern die Landesregierung daher noch einmal nachdrücklich dazu auf, ihren Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen – und zwar bald.
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| 19.12.2011, 08:29 Uhr |
Themen der Woche - 50.KW
Dichtigkeitsprüfung: CDU-Landtagsfraktion will bürgerfreundliche Lösung – Vertrauen in Minister Remmel verloren Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Aber wir haben auf dem Weg das Vertrauen in Minister Remmel und sein Haus verloren. Das, was zum Schluss aus dem Hause Remmel kam, war und ist nicht bürgerfreundlich. Das ist aber gerade das, was die Maxime des Handelns der CDU-Landtagsfraktion bei der Dichtigkeitsprüfung ist: Sie muss bürgerfreundlich sein. Deshalb werden wir zusammen mit anderen eigene Vorschläge für eine bürger- und umweltfreundliche Dichtigkeitsprüfung erarbeiten. Ein Abwasserrohr muss dicht sein, dieses Prinzip steht unmissverständlich. Was uns aber stört, ist der „Generalverdacht“, unter den Minister Remmel mit seiner Verordnung alle Hausbesitzer in NRW stellt. Denn zurzeit will Minister Remmel Hausbesitzer dazu zwingen, bis zu einem bestimmten Stichtag die Dichtigkeit ihrer Rohre prüfen zu lassen – zum Beispiel unabhängig davon, ob das Haus mit seinen Zu- und Ableitungen erst jüngst erbaut worden oder schon älter ist. Deshalb schlagen wir vor, eine Dichtigkeitsprüfung „bei begründetem Verdacht“ zu fordern, durchführen zu lassen und gegebenenfalls dann zu sanieren. Davon unberührt bleibt die Pflicht zur Prüfung der öffentlichen Kanäle. Die haben einen erheblich höheren Anteil an der Kanalisation. Also lassen wir doch die Kirche im Dorf. Erhalt kleiner Grundschulen auf dem Land – CDU kommt ihrem Ziel einen Schritt näher In dieser Woche sind wir unserem Ziel, kleine Grundschulen im ländlichen Raum zu erhalten, ein Stück näher gekommen. Die durch den gemeinsamen Entschließungsantrag ‚Kurze Beine – kurze Wege‘ beschlossenen Eckpunkte zum Erhalt kleiner Grundschulen sind durch das nun vorgelegte Konzept der Landesregierung gut umsetzbar. Eltern, Lehrer und Kommunen bekommen damit eine sichere Grundlage für die zukünftige Entwicklung kleiner Grundschulstandorte. Denn für die Zukunftsentwicklung der ländlichen Regionen unseres Landes ist auch in dieser Frage Verlässlichkeit und Planungssicherheit unerlässlich. Die Schuldenbremse ist ein positives Signal der Politik an die Bürgerinnen und Bürger – aber SPD und Grüne verweigern sich In der Anhörung zum Gesetzentwurf der CDU-Landtagsfraktion zur Aufnahme einer Schuldenbremse in die Landesverfassung haben die Sachverständigen unsere Gesetzesinitiative ausdrücklich unterstützt. Wenn wir es unterlassen, die Verfassung zu ändern und damit den Haushaltsgesetzgeber zu binden, erwarten die Sachverständigen, dass wir die Schuldenbremse in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 nicht erreichen werden. Unsere Gesetzesinitiative ist eine gute Basis für eine Verfassungsänderung und ein positives Signal an die Bürgerinnen und Bürger. Nur SPD und Grüne verweigern sich. Minderheitsregierung hat von Tariftreue und Vergaberecht keinen blassen Schimmer In dieser Woche beriet der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie den Gesetzentwurf der Minderheitsregierung über die Sicherung von Tariftreue und Sozialstandards sowie fairen Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Bereits die Anhörung zum Gesetzentwurf im Oktober dieses Jahres hatte klar gezeigt, dass dieser Entwurf nicht durchdacht ist. Durch komplexe Vergabeverfahren wird der bürokratische Aufwand steigen und rechtliche Streitigkeiten werden die Beschwerdekammern beschäftigen. Durch erhöhten Personalaufwand werden sich auch Auftragserteilungen und -abwicklungen verteuern. Kleine und mittlere Unternehmen werden hier ganz klar benachteiligt, weil sie nicht alle Auflagen abbilden können. Kommunen bräuchten ebenfalls mehr Personal, was in Anbetracht der finanziellen Lage vieler Kommunen in NRW nicht realisierbar ist. Die Sachverständigen in der Anhörung kritisierten, dass insbesondere öffentliche Auftraggeber wie die Stadtwerke am Markt benachteiligt würden. Damit wird ihnen in Zeiten der Energiewende die Arbeit erschwert. Die Tarifparteien in NRW würden durch die Planungen geradezu entmündigt. Ein Tariftreue und Vergaberecht soll eine Vorbildfunktion haben. Der Gesetzentwurf wird dem in seiner jetzigen Form nicht gerecht. Deshalb lehnt die CDU-Landtagsfraktion ihn ab. Ausstattung der Polizei mit Pfefferspray ist sachgerecht und für die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung unverzichtbar Das Sachverständigengespräch im Innenausschuss zum Antrag der Linken auf Verbot der Verwendung von Pfefferspray durch Polizeibeamte hat einmal mehr das gespaltene Verhältnis der Linkspartei zu Staat und Polizei offenbart. Sowohl das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste als auch die Vertreter der Polizeigewerkschaften haben unmissverständlich klargestellt, dass der Einsatz von Pfefferspray durch unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ausschließlich nach Recht und Gesetz erfolgt. Wie bei dem Einsatz anderer Zwangsmittel auch, sind die Polizeikräfte diesbezüglich streng an den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden und müssen den Einsatz von Pfefferspray zuvor gegenüber den Betroffenen androhen. Die seitens der Linksfraktion aufgestellte Behauptung, wonach es in Deutschland bereits zu mehreren Todesfällen nach Pfefferspray-Einsätzen gekommen sei, wurde von den Sachverständigen in aller Deutlichkeit als ‚falsch‘ zurückgewiesen. Für die CDU-Landtagsfraktion steht fest: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen leistet unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit. Dafür gebührt ihr Dank und Anerkennung. Die Linke hingegen versucht einmal mehr, Polizeiarbeit öffentlich zu diskreditieren. Bei Großdemonstrationen wird die Polizei mittlerweile regelmäßig mit Flaschen, Steinen, Feuerwerkskörpern und Baseballschlägern angegriffen. Wer unserer Polizei in dieser Situation den Einsatz von Pfefferspray verbieten will, verkennt die Realitäten. Insgesamt haben die Experten verdeutlicht, dass die Ausstattung unserer Polizei mit Pfefferspray sachgerecht und für die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung unverzichtbar ist. Die CDU wird weiterhin an der Seite der Polizei stehen und sich dafür einsetzen, dass unsere Beamtinnen und Beamten die Ausrüstung bekommen, die sie im Einsatz benötigen. Kraft muss mit Jäger ein klärendes Gespräch über die Kooperation von SPD und Linken im Duisburger Rathaus führen Das renommierte Simon-Wiesenthal-Center in Wien hat jetzt den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Duisburger Stadtrat, Hermann Dierkes, auf Platz neun seiner „Anti-Semiten-Liste“ gesetzt. In der Liste werden jährlich Personen aufgeführt, die durch anti-israelische und anti-semitische Beleidigungen aufgefallen sind. Mit diesem Linken-Fraktionschef haben SPD und Grüne im Duisburger Stadtrat eine Vereinbarung unterschrieben. Chef des SPD-Unterbezirks Duisburg ist der NRW-Innen- und Verfassungsschutzminister Ralf Jäger. Es ist an der Zeit, dass Ministerpräsidentin Kraft mit ihrem Parteifreund Jäger ein klärendes Gespräch über die Kooperation von SPD und Linken im Duisburger Rathaus führt. RRX: Berlin steht zu den Zusagen, die die Regierung Rüttgers verhandelt und vereinbart hat Es ist noch nicht lange her, da läuteten SPD und Grüne im nordrhein-westfälischen Landtag schon die Totenglocken für den RRX. Das war wenig hilfreich. Jetzt stellt sich heraus: Berlin steht zu seinen Zusagen, die das Bundesverkehrsministerium seinerzeit mit der Regierung Rüttgers getroffen hat. Deshalb ist es ein Erfolg der damaligen CDU-geführten Landesregierung, wenn der RRX auf der Ausgabenliste des Bundes steht. Sie war es, die mit dem Bundesverkehrsministerium vereinbart hat, den RRX in mehrere Abschnitte zu unterteilen. Die rot-grüne Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen aus SPD und Grünen haben rein gar nichts zur Realisierung des RRX beigetragen. Stattdessen kam Störfeuer, insbesondere von den verkehrspolitischen Sprechern von SPD und Grünen, Ott und Klocke. Der Bund steht jedoch zum RRX. Das zeigt, wie gut die Vorgängerregierung verhandelt hat. Der RRX ist ein Erfolg der nordrhein-westfälischen CDU. Hochschulen wollen Autonomie und Hochschulräte behalten Die Hochschulen wollen ihre Autonomie behalten. Und sie wollen auch die Hochschulräte behalten. Das haben die Kanzler und Rektoren der nordrhein-westfälischen Hochschulen im Düsseldorfer Landtag klipp und klar deutlich gemacht. Hier war das „Gesetz zur Abschaffung der Hochschulräte“ Gegenstand einer Expertenanhörung vor dem Wissenschaftsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Hochschulräte hätten sich bewährt, so die Kanzler und Rektoren in der Anhörung. Ihre Abschaffung werde zu einem Nachteil für die NRW-Hochschulen führen. Offenbar auf Druck ihrer eigenen Klientel wollen SPD und Grüne die Kompetenzen der Hochschulräte einschränken. Sie wollen zurück in die Strukturen an den NRW-Hochschulen, wie wir sie bis vor fünf Jahren hatten. Der Weg zurück in die alte Gremienhochschule ist aber nicht der Weg in die Zukunft. Der Weg in die Zukunft der NRW-Hochschulen war und ist das Hochschulfreiheitsgesetz, dass die Regierung Rüttgers auf den Weg gebracht hat und das Anerkennung weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens gefunden hat. Münsteraner Polizeipräsident fordert Legalisierung von Drogen und Innenminister Jäger schaut tatenlos zu Ein erneuter öffentlicher Aufruf des Münsteraner Polizeipräsidenten Hubert Wimber zur Freigabe von Drogen hat jetzt auch den Innenausschuss des Landtags beschäftigt. Anlass war ein Interview Wimbers in einem Magazin der Universität Münster in der vergangenen Woche. Darin forderte Wimber eine staatlich kontrollierte Abgabe von Haschisch und anderen Drogen. In dem Interview heißt es: „Es macht polizeilich keinen Sinn, Drogenkonsumenten hinterherzulaufen, das ist eine Verschwendung polizeilicher Ressourcen.“ Bereits im Januar 2010 hatte der Münsteraner Polizeipräsident in einem Brief an den Deutschen Hanf Verband die herrschende Drogenpolitik öffentlich kritisiert. Im Ausschuss erklärte Innenminister Jäger dazu, dass er keinen Anlass sehe, Maßnahmen gegen Wimber einzuleiten, da dieser sich in den vergangenen Jahren als „ausgesprochen gesetzestreu“ erwiesen habe. Offenbar hat Minister Jäger das Interview gar nicht gelesen. Das sollte er dringend nachholen. Wimbers Aussagen lassen begründete Zweifel daran aufkommen, ob er die geltende Rechtslage noch respektiert und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit der gebotenen Konsequenz verfolgen lässt. Aufgrund der wiederholt vorgetragenen Kritik darf zudem an der Loyalität Wimbers zu seinem Dienstherrn gezweifelt werden.
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| 06.12.2011, 09:58 Uhr |
Themen der Woche - 47. und 48 KW
Stärkungspaktgesetz ist ein fauler Kompromiss Das in dieser Woche gemeinsam von SPD, Grünen und FDP vorgestellte Paket ist ein fauler Kompromiss. Bereits der erste Entwurf der Landesregierung ist von den Experten in der Anhörung im Kommunalausschuss in der Luft zerrissen worden. Durch die Verhandlungen mit der FDP ist er nicht besser geworden. SPD, Grüne und FDP haben getrickst. Sie haben das Problem der Abundanzumlage nicht gelöst, sondern lediglich auf 2013/2014 verschoben. Dass die Liberalen diesen faulen Kompromiss mittragen, zeigt, dass die FDP in Nordrhein-Westfalen kommunalpolitisch kaum verhaftet ist.
Die sichere Lagerung von Atommüll liegt in der Verantwortung des grünen NRW-Umweltministers Remmel Die sichere Lagerung von Atommüll liegt in der Verantwortung der grün-roten Landesregierung in Düsseldorf. Herr Remmel ist derjenige, der jetzt eine Vereinbarung aufkündigt, die seit langem feststeht. Die Landesregierung hat über Monate fahrlässig dabei zugesehen, wie zwei Züge aufeinander zurasen und beklagt das jetzt. Das ist nicht redlich. Statt Nebelkerzen in Richtung Berlin zu werfen und Krawalle herbei zu reden, sollte Herr Remmel sich der Verantwortung stellen. Die Grünen wollten die Minderheitsregierung mit der SPD, jetzt sollen sie auch regieren. Die Genehmigung für die Lagerung atomarer Abfälle in Jülich läuft 2013 aus. Das ist der grün-roten Landesregierung seit langem bekannt, wie auch die Kabinettvorlage aus dem Januar dieses Jahres beweist. Das NRW-Wirtschaftsministerium, zu dem auch die Atomaufsicht gehöre, tritt seitdem auf der Stelle. Wer neben Ahaus ein zweites Zwischenlager in Jülich möchte, der muss das den Menschen ehrlich sagen und genau das tut Herr Remmel eben nicht. Das Ende der Atomkraft in Deutschland haben die Christdemokraten eingeläutet. Jetzt muss nach Recht und Gesetz und in größtmöglicher Sicherheit der Atomabfall behandelt werden. Der größte Unsicherheitsfaktor bei den Transporten sind die militanten Demonstranten und Störer. Angesichts sinkender Umfragewerte kämpft Herr Remmel die alten Schlachten und versucht, die alten Feindbilder wieder zu beleben.
14 Milliarden Euro neue Schulden bis 2015 – Unter Schuldenkönigin Kraft gerät NRW immer mehr ins Hintertreffen Schuldenkönigin Kraft führt NRW weiter auf der Verliererstraße. In Bayern hat das Landeskabinett jetzt nicht nur beschlossen, in 2012 keine Kredite mehr aufzunehmen. Vielmehr kündigte Bayerns CSU-Ministerpräsident Seehofer an, dass sein Land im kommenden Jahr 250 Millionen Euro Schulden zurückzahlen wird. Und NRW? Neue Kredite ohne Ende: Sie summieren sich nach der mittelfristigen Finanzplanung der grün-roten Minderheitsregierung von 2012 bis 2015 auf 14 Milliarden Euro! 2017 noch will Frau Kraft unter zwei Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Unter Frau Kraft gerät Nordrhein-Westfalen immer mehr ins Hintertreffen. Entgegen ihren Beteuerungen in einem Spiegel-Interview spart Frau Kraft eben nicht, wo sie kann. Schon gar nicht beim Personal. Im Gegenteil: Die Personalausgaben steigen laut ihrer mittelfristigen Finanzplanung pro Jahr um rund 800 Millionen Euro. Und wenn Frau Krafts beklagt, dass der Bund den Ländern dauernd Steuereinnahmen wegnehme, dann will sie uns offenbar einen Bären auf die Nase binden. Denn NRW hat die höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten. Doch die Schuldenkönigin lebt weiter kräftig auf Pump.
Beim so genannten Feuerwehrführerschein steht die SPD weiter auf dem Schlauch Ein Jahr hat die SPD im Düsseldorfer Landtag nun gebraucht, um die Brisanz in der Frage des so genannten Feuerwehrführerscheins zu erkennen. Die CDU-Landtagsfraktion hatte dagegen schon Anfang des Jahres in einem Antrag (Drs. 15/1973) zur Eile gedrängt und über eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes eine gute Lösung aufgezeigt. Doch damals stießen wir bei SPD und Bündnisgrünen auf taube Ohren. Im Laufe dieses Jahres hat die CDU im Düsseldorfer Landtag immer wieder aufs Neue Vorstöße unternommen, dass die grün-rote Landesregierung ihre Hausaufgaben in Sachen Feuerwehrführerschein macht. So haben wir sie im März aufgefordert, endlich zu handeln, nachdem der Verkehrsausschuss des Bundestages den Weg für einen Feuerwehrführerschein frei gemacht hat. Doch Rot-Grün tat wieder nichts. Im Gegenteil: Im Bundesrat hat die SPD-geführte nordrhein-westfälische Landesregierung die Initiative etwa von Bayern abgelehnt. Andere Sozialdemokraten wie etwa Ministerpräsident Beck aus Rheinland-Pfalz waren da vernünftiger. Im Juli dann ein erneuter Versuch der CDU-Landtagsfraktion. Anlass war eine Anhörung im Düsseldorfer Landtag, bei der sich Hilfsorganisationen wie das DRK, Malteser, Johanniter, die DLRG, das THW aber auch der Städte – und Gemeindebund sich für den Feuerwehrführerschein stark machten. Auch sie liefen bei Rot-Grün ins Leere. Und im November setzten SPD und Grüne im Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags das Thema ohne Beratung von der Tagesordnung ab. Fazit: SPD und Grüne haben ein Jahr lang mächtig auf dem Schlauch gestanden. Und sie stehen immer noch auf dem Schlauch. Denn das, was die SPD heute vorgelegt hat, hilft den Freiwilligen in den Hilfsdiensten kaum.
Fall Kaykin: Pauschale Zurückweisungen reichen nicht Die Sondersitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Integration zu den Vorwürfen gegen die heutige Staatssekretärin Zülfiye Kaykin in einem „Untersuchungsbericht“ einer DITIB-Kommission hat keinerlei Entlastung gebracht. Fakt ist: Es gibt einen Bericht zur Tätigkeit der Begegnungsstätte der Duisburger Moschee, der unwidersprochen von der DITIB stammt und in dem sehr konkret und massiv Vorwürfe erhoben werden. Diese reichen von illegalen Kassen über Geldbezüge ohne Gegenleistung bis hin zu fehlerhaftem Umgang mit EU-Fördermitteln. Wir hätten gerne dazu präzise Fragen gestellt. Diese wurden uns von dem Ausschussvorsitzenden verwehrt. Auch der Bericht des Ministers hat zu keiner Klärung geführt. Minister Schneider hat ebenso pauschal erklärt, an den Vorwürfen sei nichts dran, wie das zuvor bereits die DITIB gemacht hat. Doch pauschale Zurückweisungen reichen nicht. Insofern begrüßen wir es ausdrücklich, dass der Landesrechnungshof eine Prüfung angekündigt hat. Auch die Staatsanwaltschaft Duisburg hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das entbindet uns als Parlament aber nicht davon, Fragen zu stellen. Da wir sie in der Sondersitzung mündlich nicht stellen durften, werden wir sie nun schriftlich an das Ministerium richten. So hoffen wir auf eine Antwort, die aussagekräftiger ist als die des Ministers heute.
ÖPNV: Rot-Grün versteckt sich hinter einer „Zukunftskommission“ mit Leuten, die die Zukunft längst hinter sich haben Seit Monaten warten wir auf die Einbringung des ÖPNV-Gesetzes. Doch da herrscht vollständige Funkstille. Stattdessen zaubern der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Voigtsberger und sein Parlamentarischer Staatssekretär Becker jetzt eine so genannte „Zukunftskommission“ aus dem Hut. Bei der ÖPNV-Novelle scheint es derart zu haken, dass die rot-grüne Spitze im NRW-Verkehrsministerium noch mehr Zeit braucht und dieses Defizit mit der Einberufung eines Arbeitskreises kaschieren will.“ Schon vor Monaten hat die Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag zur ÖPNV-Novelle stattgefunden. Seit eineinhalb Jahren gehen SPD und Bündnisgrüne jeder sachlichen Diskussion beim Thema ÖPNV-Infrastruktur und Straßenbau systematisch aus dem Weg. Stattdessen verstecken sie sich hinter einer „Zukunftskommission“ mit einer rot-grünen Spitze aus einer ehemaligen Grünen Fraktionsvorsitzenden und einem ehemaligen roten Verkehrspolitiker – also mit Leuten, die die Zukunft längst hinter sich haben. Von Neutralität keine Spur. Hier soll offenbar auf Landeskosten knallharte Parteipolitik gemacht werden.
Sachverständige äußern massive Kritik an Verbandsklagerecht Die Anhörung im Umweltausschuss bestätigt unsere Bedenken gegen die Einführung eines solitären neuen Klagerechts. Die Sachverständigen haben eindrucksvoll dargelegt, dass es erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken gibt. Die Folgen für sämtliche Bereiche, die mit Tieren umgehen, sind unabsehbar und führen zu großer Unsicherheit. Das gilt für zoologische Einrichtungen, Wirtschaft, Forschung und die Landwirtschaft. Und den Kommunen werden Mehraufgaben aufgeladen, ohne dass die finanzielle Ausstattung durch das Land angepasst wird. Für die CDU-Landtagsfraktion steht fest, dass wir dieses Gesetz ablehnen werden, da es keinen zusätzlichen Nutzen für den Tierschutz bietet. Es handelt sich um ein rein grünes Symbolthema. Minister Remmel führt einen Kampf mit undifferenzierten Werkzeugen gegen alle, die mit Tierhaltung zu tun haben. Die CDU-Fraktion will, dass diejenigen, die gegen die bereits heute existierenden strengen Auflagen des deutschen Tierschutzrechts verstoßen, hart bestraft werden. Das muss der zuständige Fachminister aber auch politisch und administrativ durchsetzen.
Landesregierung muss Parlament endlich zur Strukturförderung unterrichten Eine Landesregierung, die dem Parlament seit Monaten Informationen zur Ausgestaltung des laufenden NRW-EU-Ziel-2-Programmes schuldig ist, sollte bei der Kritik Dritten gegenüber vorsichtig sein. Die im August schriftlich angekündigte Unterrichtung des Parlaments durch Wirtschaftsminister Voigtsberger ist bis heute nicht erfolgt. Es steht noch nicht einmal ein Termin fest. Die CDU-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung auf, endlich für die Beibehaltung und zügige Umsetzung der innovativen Wettbewerbsverfahren zur Vergabe der NRW-EU-Ziel2-Mittel Farbe zu bekennen. Bis zum Ende der laufenden Fördermittelperiode in 2013 sind laut Landesregierung noch 580 Millionen zu vergeben. Diese 580 Millionen müssen zu möglichst großen Teilen im Wettbewerb um die besten Ideen für unser Land vergeben werden. Stattdessen setzt die Landesregierung die Leitmarktwettbewerbe aus, informiert das Parlament trotz Ankündigungen nicht und versucht durch Kritik gegenüber Brüssel von den eigenen Versäumnissen abzulenken.
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| 18.11.2011, 16:27 Uhr |
Themen der Woche - 46.KW
Mittelfristige Finanzplanung: Statt die Schulden zu bremsen, gibt Rot-Grün weiter Gas
Wie malt ein nordrhein-westfälischer Finanzminister sich die Wirklichkeit schön? Er träumt von ständig steigenden Steuereinnahmen. Das war bei SPD-Finanzminister Dieckmann so. Das ist beim heutigen SPD-Finanzminister Walter-Borjans so. Und weil bei Walter-Borjans das Märchen an die Stelle der Realität tritt, gibt er auch weiterhin viel Geld aus, statt auf die Bremse zu treten. Auch das ist ein Märchen: Die Landesregierung Kraft spart nicht, sie gibt vielmehr weiter Gas beim Geldausgeben. Finanzministers Walter-Borjans plant bis 2015 mit rund 5,2 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen (von 43,1 Milliarden Euro in 2012 auf 48,3 Milliarden Euro in 2015). Gleichzeitig weitet der Minister das Volumen des Haushalts um 4,7 Milliarden Euro aus (von 58,4 Milliarden Euro in 2012 auf 63,1 Milliarden Euro in 2015). Faktisch bleiben von den Steuermehreinnahmen, wenn sie denn überhaupt so eintreffen, bis 2015 unter dem Strich eine halbe Milliarde Euro übrig. Da verwundert es auch nicht weiter, dass in der Pressemitteilung des NRW-Finanzministeriums zur Mittelfristigen Finanzplanung das Wort „Sparen“ nicht vorkommt. Entsprechend steigt zum Beispiel die Personalausgabenquote von 38,2 Prozent in 2012 auf 39 Prozent in 2015, das allein entspricht einem jährlichen Zuwachs der Personalkosten von rund 800 Millionen Euro. Die Schuldenbremse rückt für NRW in immer weitere Ferne.
Antibiotikaeinsatz in der Geflügelzucht: Sollten bestehende Strukturen nicht stimmen, müssen wir sie ändern
Der Arzneimitteleinsatz ist ein wichtiger Indikator dafür, ob die Rahmenbedingungen in einer Tierhaltung in Ordnung sind. Wenn mehr als 96 Prozent der Masthähnchen innerhalb ihrer kurzen Lebenszeit krank oder so anfällig sind, so dass sie zum Teil mehrfach mit Antibiotika behandelt werden, dann ist etwas nicht in Ordnung. Wir werden die Ergebnisse der Studie des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW genau prüfen. Wir wollen keine pauschalen Urteile oder Verurteilungen. Wir müssen uns sehr genau anschauen, wie moderne Tierhaltung funktioniert und wie Tierärzte und Landwirte zusammen arbeiten. Hier brauchen wir mehr Transparenz. Wenn die Verantwortung des einzelnen Landwirts für das, was in seinem Betrieb mit den Tieren geschieht, eingeschränkt wird oder verloren geht, dann geraten wir auf eine schiefe Bahn. Arzneimittel darf es nur in Ausnahmefällen geben. Sollten bestehende Strukturen nicht stimmen, müssen wir sie ändern.
Initiative des Bundes zur Sicherung des Existenzminimums – Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat eine gespaltene Zunge
Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat eine gespaltene Zunge. Sie entlastet die Gutverdiener bei den Kindergartenbeiträgen und verweigert gleichzeitig aus parteitaktischen Gründen die Zustimmung zur notwendigen und verfassungsrechtlich gebotenen Anhebung des Grundfreibetrags. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland haben in den vergangenen Jahren durch Lohnzurückhaltung maßgeblich zur Stabilisierung der Wirtschaft in der Krise beigetragen. Dadurch ist die Kaufkraft der Nettolöhne deutlich gesunken. Nun müssen sich die Arbeitnehmer von der SPD anhören, dass sie eine Anhebung des Grundfreibetrags und die Bekämpfung der sogenannten Kalten Progression im Bundesrat ablehnen will. Frau Kraft, das kann doch nicht Ihr Ernst sein!
Bildungsstreiks: Seit Frau Kraft Ministerpräsidentin ist, haben sich die Studienbedingungen an den NRW-Hochschulen verschlechtert
Fakt ist: Die nordrhein-westfälischen Hochschulen erhalten heute von der grün-roten Minderheitsregierung weniger Geld, als sie über Studienbeiträge einnehmen könnten. Bei manchen Hochschulen summieren sich die fehlenden Zuweisungen des Landes auf Millionenbeträge. Damit hat Ministerpräsidentin Kraft ein zentrales Wahlkampfversprechen gebrochen. Denn im Landtagswahlkampf im Frühjahr 2010 hatte Frau Kraft versprochen, die Studienbeiträge abzuschaffen, gleichzeitig den Hochschulen die dadurch wegfallenden Beiträge vollständig aus Steuermitteln zu kompensieren. Wenn die Studentinnen und Studenten deshalb jetzt auf die Straße gehen, dann protestieren sie auch gegen Frau Kraft und ihr gebrochenes Wahlkampfversprechen. Durch die rot-grüne Landesregierung werden die Studienbedingungen an den nordrhein-westfälischen Hochschulen verschlechtert.
Die Stärkung der hausärztlichen Versorgung liegt auf Eis: Frau Steffens, das grenzt an Arbeitsverweigerung
Keinen Finger hat die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin bisher gerührt, um die hausärztliche Versorgung im Land zu verbessern. Es reicht eben nicht, in Sonntagsreden ein menschlich und sozial ausgerichtetes Gesundheitswesen zu fordern, selbst aber keinerlei Aktivitäten zu entwickeln, dieses Gesundheitssystem auch zu erreichen. Auch bei der Krankenhausplanung glänzt die grüne Gesundheitsministerin durch Untätigkeit. Zunächst hat Frau Steffens die Fortschreibung für das Frühjahr 2011 zugesagt. Jetzt heißt es: Ende 2012. Frau Steffens: Das grenzt an Arbeitsverweigerung! Dagegen hat das CDU-geführte Gesundheitsministerium in Düsseldorf in der vergangenen Legislaturperiode mit dem Hausarztaktionsprogramm ein sehr erfolgreiches Instrument zur Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere auf dem Land geschaffen. Frau Steffens, werden Sie endlich aktiv und setzen Sie das Programm fort. Wir brauchen die Mediziner. Wenn die Landesregierung sich aber heute verweigert und ihre Verantwortung nicht wahrnimmt, werden das in ein paar Jahren die kranken Menschen insbesondere auf dem Land immer stärker zu spüren bekommen. Deshalb muss Frau Steffens jetzt ihre Arbeitsverweigerung aufgeben.
Ministerin Schäfer muss monatlich Rechenschaft über ihre U3-Ausbauschritte vorlegen
Der U3-Ausbau hält die Kommunen in Atem. Das aktuell vorhandene Angebot und die Zielmarke, die bis 2013 erreicht werden muss, klaffen weit auseinander. Um von der derzeitigen Betreuungsquote von 15,9 Prozent auf 32 Prozent zu kommen, muss noch viel passieren. Eltern, die sehnlichst auf einen Betreuungsplatz warten, brauchen endlich Verlässlichkeit. Angesichts der unbefriedigenden Situation beim U3-Ausbau muss alles dafür getan werden, dass junge Eltern nicht leer ausgehen, wenn es um ihre individuelle Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Damit die Ausbaudynamik zunimmt, müssen Frau Schäfer und diese Landesregierung zwingend ihre Prioritäten überdenken und eine Beitragsfreiheit in Kitas hinten anstellen. Was wir brauchen sind Lösungen – und zwar schnell. Der Ausbau muss energisch vorangetrieben werden. Vor allem auch deshalb, weil wir bereits heute wissen, dass das aktuell anvisierte Ausbauziel kleiner ist als der tatsächliche Betreuungsbedarf. Unter diesen Gesichtspunkten droht die Gefahr, dass Eltern, die 2013 ihren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nicht einlösen können, diesen einklagen werden. Dies hätte für alle Beteiligten fatale Folgen. Deshalb ist die Absicht der Bundesfamilienministerin zu begrüßen, die auf eine verschärfte Ausbaukontrolle abstellt. So sollen die Bundesländer gezwungen werden, monatlich Rechenschaft über ihre Ausbauschritte vorzulegen. Es reicht nicht, einmal im Jahr auf die Kita-Statistik zu schauen.
Verkehrsinfrastruktur: Dank Rot-Grün werden die Bundesmittel überall verbaut – nur nicht in NRW
Wenn diese Landesregierung dringend nötige Straßenbauprojekte wegen fehlender Planungen aus der Liste streicht, ist das fatal für Mensch und Industrie in NRW. Damit haben sie keine Chance realisiert zu werden, auch wenn der Bund wie jetzt kurzfristig eine Milliarde Euro zusätzlich für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zur Verfügung stellt. Bereits vor sieben Jahren, ebenfalls unter einer rot-grünen Landesregierung, gab es lediglich einen einzigen Planfeststellungsbeschluss in Nordrhein-Westfalen. Mit der Folge, dass die Bundesgelder für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an Nordrhein-Westfalen vorbeiflossen. Zum Vergleich: Unter der Regierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und seinen Verkehrsministern Oliver Wittke und Lutz Lienenkämper wurden in Nordrhein-Westfalen zwischen 2005 und 2009 insgesamt 50 Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Bei der jetzigen planungslosen Vorgehensweise der grün-roten Minderheitsregierung werden die Bundesmittel überall verbaut – nur nicht in NRW.
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| 14.11.2011, 16:58 Uhr |
Themen der Woche - 45.KW
Auch beim Haushaltsentwurf 2012 bleibt Frau Kraft Schuldenkönigin Frau Kraft spricht mit zwei Zungen. Der SPD-Bundesvorsitzende Gabriel fordert in Berlin, dass die Steuermehreinnahmen in den Abbau der Neuverschuldung fließen. Seine Stellvertreterin im Bundesvorsitz, Frau Kraft, bleibt dagegen in Düsseldorf die Schuldenkönigin. Sie plant 2012 vier Milliarden neue Schulden, obwohl sie drei Milliarden mehr Steuern einnimmt als dieses Jahr. Wenn Frau Kraft also nächstes Jahr 3,4 Milliarden mehr ausgeben will als dieses Jahr, dann ist das Politik auf Pump. Der Haushaltsentwurf 2012 ist der Beweis dafür, dass Frau Kraft weder den Willen noch die Energie hat, ernsthaft zu sparen. Die Stagnation beim Stellenabbau ist ein weiterer Beleg dafür. Die Landesregierung hat keinen Plan, wie sie das Land Nordrhein-Westfalen aus der Schuldenspirale befreien kann. So wird das nix mit der Schuldenbremse, Schuldenkönigin Kraft! Landesregierung muss ihr Konzept zur Unterstützung der Kommunen grundlegend ändern Wenn die Landesregierung nach der Anhörung im Ausschuss für Kommunalpolitik ihr Konzept zur Unterstützung der Kommunen bei der Haushaltskonsolidierung nicht grundlegend ändert, dann hat sie den Schuss nicht gehört. Das Konzept der Landesregierung greift zu kurz, die Zielsetzung ist verfehlt, sämtliche Bestandteile bleiben hinter den Erwartungen zurück. Auch die Abudanzabgabe wurde rundweg abgelehnt. Stattdessen empfehlen die Kommunalexperten der Landesregierung und SPD-Kommunalminister Jäger, die zweite Stufe seines Konzeptes zurückzuziehen und komplett zu überarbeiten. Notwendig sind laut Experten ein hinreichendes Finanzvolumen und für die Kommunen erreichbare Konsolidierungsziele. Sonst, und das ist bei Rot-Grün der Fall, werde in ein Fass ohne Boden investiert. Auf Zustimmung bei den Experten stieß dagegen das Konzept der Zins- und Entschuldungshilfe der CDU-Landtagsfraktion; insbesondere deshalb, weil es durch das Angebot der Übernahme der Zinsen aus den Liquiditätskrediten für einen Zeitraum von zehn Jahren die Rahmenbedingungen für eine langfristige Konsolidierung der kommunalen Haushalte bietet. Es besteht Einvernehmen, dass wir den notleidenden Kommunen zwischen Rhein, Weser und Lippe helfen müssen. Die Landesregierung und SPD-Kommunalminister Jäger sollten die deutlichen Signale aus der Anhörung ernst nehmen. Sozialticket würde Nordrhein-Westfalen mindestens 150 Millionen Euro kosten Die Kosten für ein Sozialticket können nicht geschultert werden. Das ist das Ergebnis einer Anhörung im Sozial- und Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags. Allein im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr sind nach Aussage der Experten 50 Millionen Euro zusätzlicher Mittel erforderlich. Für das gesamte Land Nordrhein-Westfalen müssten mindestens 150 Millionen Euro an Zuschüssen für die Einführung eines Sozialtickets vom Land zur Verfügung gestellt werden. Diese Mittel fehlen dann bei anderen Verkehrsprojekten wie Straßen- und Infrastrukturausbau. Die Differenz zahlen somit letztlich alle Nutzer der Verkehrsmittel, die kein Sozialticket in Anspruch nehmen. Für junge Familien in NRW, die Betreuungsplätze für ihre Kinder unter drei Jahren suchen, sind SPD und Grüne ein Totalausfall SPD und Grüne versagen bei der Einrichtung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Statt massiv in neue Betreuungskapazitäten zu investieren, gibt Frau Schäfer lieber 150 Millionen Euro für ein beitragsfreies Kindergartenjahr aus. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt auf der Strecke. Die Süddeutsche Zeitung berichtete diese Woche unter Berufung auf die amtliche Statistik der Länder, dass der gesetzliche Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung für Kinder unter drei Jahren für viele Eltern nicht erfüllt wird. Besonders schlecht schneidet NRW ab. So geben die Landesstatistiker für Nordrhein-Westfalen an, dass in diesem Jahr nur 15,9 Prozent der Kinder vom ersten bis zum dritten Lebensjahr einen Betreuungsplatz finden. Der Zuwachs lag nach ihren Angaben im vergangenen Jahr bei lediglich 1,9 Prozentpunkten. Da war die CDU-geführte Landesregierung deutlich besser. Für junge Familien in Nordrhein-Westfalen, die Plätze für ihre Kinder unter drei Jahren suchen, sind SPD und Grüne in NRW ein Totalausfall. NRW-Landesregierung verschleppt Wohnraumförderung – Ende Oktober erst die Hälfte der Fördermittel abgerufen Die rot-grüne Landesregierung verschleppt die Wohnraumförderung. So ist in diesem Jahr erst die Hälfte der Mittel aus dem NRW-Wohnraumförderprogramm abgeflossen. Um den „Mittelabfluss der Wohnungsbauförderung zum Stichtag 31. Oktober 2011“ ging es diese Woche im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Düsseldorfer Landtags. Dabei legte das SPD-Wohnungsbauministerium zur Überraschung der Abgeordneten eine katastrophale Bilanz vor. Mit 410,6 Millionen Euro sind gerademal etwas mehr als die Hälfte der Mittel zur Wohnraumförderung in diesem Jahr abgerufen worden. Zum Vergleich: Im vorigen Jahr waren zum gleichen Stichtag schon 796,9 Millionen Euro ausgegeben worden. Wenn Frau Kraft kein Interesse an Wohnraumförderung hat, dann soll sie es sagen. Wenn sie den Titel klammheimlich als Sparreserve nutzen will, soll sie es auch sagen. Frau Kraft jedenfalls trägt die Verantwortung dafür, dass es auf dem Wohnungsmarkt in NRW für kleine und mittlere Einkommen immer enger wird. Studienbeiträge schrecken nicht vom Studieren ab – Die Wirklichkeit holt SPD und Bündnisgrüne ein Stück für Stück holen SPD und Bündnisgrüne in Nordrhein-Westfalen die Wirklichkeit ein. Einmal mehr entpuppt sich die Behauptung der abschreckenden Wirkung von Studiengebühren als rot-grünes Hirngespinst. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete in dieser Woche über die Ergebnisse einer empirischen Studie des Wissenschaftszentrums Berlin, wonach Studiengebühren sich nicht nachteilig auf den Studierwillen der Schulabgänger auswirke. Die Zahl der Studienanfänger in Nordrhein-Westfalen hat dieses rot-grüne Hirngespinst ohnehin nie belegt. Die Abschaffung der Studienbeiträge beruht also auf reiner Ideologie und führt in ein gebrochenes Wahlkampfversprechen. Denn das Versprechen von Ministerpräsidentin Kraft, sie werde die wegfallenden Studienbeiträge komplett erstatten, hat sie gebrochen. Viele Hochschulen erhalten weit weniger Geld vom Land, als sie über Studienbeiträge einnehmen würden. Manche Hochschulen erhalten gar Millionen weniger. Und die Zeche dieses gebrochenen Wahlkampfversprechens zahlen die Studierenden. Denn die Studienbedingungen verschlechtern sich, der Numerus Clausus steigt, die Hörsäle werden voller, Tutorien müssen ausfallen, weil das Geld für die Tutoren nicht mehr da ist. Ob als Wissenschaftsministerin vor sieben Jahren oder als Ministerpräsidentin heute – von Frau Kraft haben die Studierenden in Nordrhein-Westfalen nichts zu erwarten. Landesregierung verweigert offenen Dialog zur Zukunft der Senne – SPD und Grüne belasten Arbeit des Runden Tisches schwer Das Nein von Rot-Grün zum Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion zu einer sachlichen Diskussion über die Zukunft der Senne stellt eine schwere Belastung der Arbeit des Runden Tisches vor Ort dar. Wir wollen einen fairen Diskussions- und Entscheidungsprozess, der ergebnisoffen und ohne Vorfestlegungen durch die Landesregierung geführt werden muss. Minister Remmel hat die Maske des vermeintlich ehrlichen Maklers fallen lassen und gezeigt, dass er die berechtigten Sorgen der Menschen und der Wirtschaft vor Ort nicht ernst nimmt. Die CDU im Landtag Nordrhein-Westfalen wird auch in Zukunft dagegen angehen, dass die militärische Nutzung der Senne von der Landesregierung beendet werden soll. Darüber hinaus ist für uns nicht akzeptabel, dass die Landesregierung der Bevölkerung aus ideologischen Gründen den freien Zugang zu großen Waldgebieten in Ostwestfalen verwehren will. Das Waldbetretungsrecht gilt für jede Bürgerin und jeden Bürger. Rot-Grün will dieses Bürgerrecht unter dem Vorwand des Naturschutzes aushöhlen. Das werden wir nicht mitmachen. SPD und Grüne blockieren weiterhin Führerschein für freiwillige Feuerwehrleute Ministerpräsidentin Kraft und ihre rot-grünen Koalitionsfraktionen haben einmal mehr den Beweis ihrer Doppelzüngigkeit geliefert. Während Frau Kraft das bürgerschaftliche Engagement von Ehrenamtlern lobt, blockierten SPD und Bündnisgrüne im Verkehrsausschuss des Düsseldorfer Landtags den Führerschein für Einsatzkräfte bei den Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten. Dort ging es um den Antrag der CDU-Landtagsfraktion: „Initiative der Bundesregierung zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes unterstützen – Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste des Technischen Hilfswerks und der sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes sichern“. Doch Rot-Grün mochte zum wiederholten Male nicht darüber diskutieren und setzte mit Mehrheit die CDU-Initiative von der Tagesordnung ab. SPD und Grüne machen so deutlich, wie wenig Verständnis sie für das Engagement der freiwilligen Hilfskräfte aufbringen. Schlimmer aber wiegt, dass Rot-Grün mit ihrer Untätigkeit die Einsatzfähigkeit vieler Hilfskräfte aufs Spiel setzt, wenn die Freiwilligen Feuerwehren nicht ausrücken können, weil die jüngeren Feuerwehrleute die schweren Fahrzeuge nicht fahren dürfen. SPD und Grüne müssen endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, denn die Zeit drängt.
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| 04.11.2011, 16:09 Uhr |
Themen der Woche - 44.KW
Mit der Online-Befragung will die Ministerin die Studierenden für ihre Hochschulpolitik in Haftung nehmen Die von NRW-Wissenschaftsministerin Schulze in dieser Woche vorgestellte Online-Befragung der nordrhein-westfälischen Studierenden ist reine Augenwischerei. Die NRW-Hochschulen quellen über, bekommen aber weniger Geld von der Landesregierung. Damit sind Ministerpräsidentin Kraft und Hochschulministerin Schulze verantwortlich dafür, dass sich die Rahmenbedingungen für die Studentinnen und Studenten verschlechtern. Das alles ist bekannt. Doch statt die Probleme anzupacken, will die Ministerin die Studierenden beteiligen, wie sie das nennt. Woran? An den sich wieder verschlechternden Studienbedingungen an den NRW-Hochschulen? Die SPD hatte im Landtagswahlkampf 2010 versprochen, die Studienbeiträge abzuschaffen und die dann wegfallenden Gelder komplett aus Landesmitteln zu kompensieren. Das Versprechen hat Frau Kraft gebrochen. Die Landesregierung musste jüngst einräumen, dass Hochschulen zum Teil erheblich weniger Geld erhalten. Mit der Folge, dass sich die Studienbedingungen nun wieder verschlechtern werden und sogar Verträge nicht mehr verlängert werden können. 1.500 Studierende hofft die Ministerin, zu erreichen. Zurzeit hat NRW über eine halbe Million Studentinnen und Studenten. Was ist das für ein Meinungsbild? Repräsentativ ist es jedenfalls nicht. Heute bestätigt die Ministerin aufs Neue das gängige Urteil in der Hochschullandschaft über sie, wie es die Wochenzeitung Die Zeit jüngst zitierte: „Die Ministerin faselt etwas (…) und am Ende steht man da und weiß nicht, ob sie eigentlich selbst versteht, was sie da sagt.“ Konzept der Zins- und Entschuldungshilfe der CDU-Fraktion leistet nachhaltige Hilfestellung und belastet abundante Kommunen nicht Die Kommunen brauchen Verlässlichkeit und Sicherheit. Sie brauchen Entlastung bei den Zinsen für ihre Kassenkredite. Und das betrifft alle Kommunen im Nothaushalt, in der Überschuldung und in der Haushaltssicherung. Insgesamt sind das 164 Kommunen und nicht nur die 34 Städte, denen der SPD-Kommunalminister helfen will. Deshalb springt das Konzept der Landesregierung zu kurz und ist untauglich. Alleine das Beispiel der Stadt Sprockhövel macht die Untauglichkeit des Konzeptes des SPD-Kommunalministers deutlich. In einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen (Drs. 15/1010, Seite 19) heißt es: „So gibt es derzeit eine abundante Kommune, die selbst zum Empfängerkreis der ersten Hilfestufe zählen wird.“ Man sieht: Hier führt sich das System ad absurdum. Die CDU-Landtagsfraktion hat dagegen auf ihrer Klausurtagung im Herbst dieses Jahres „KomPaSS II“ beschlossen, das CDU-Konzept einer Zins- und Entschuldungshilfe für 164 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Die Zins- und Entschuldungshilfe der CDU-Landtagsfraktion entlastet diese 164 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen auf mindestens zehn Jahre von den Kosten für ihre Kassenkredite und leistet weitere erhebliche Unterstützung zum Haushaltsausgleich und zur Entschuldung. Damit sorgen wir dafür, dass der Schuldenberg nicht ständig weiter wächst. Dadurch erhalten die Kommunen ihre Handlungsfähigkeit wieder zurück, um die eigenen Sparanstrengungen wirkungsvoll umzusetzen. Gleichzeitig werden abundante Gemeinden beim CDU-KomPaSS nicht belastet. Die SPD bestraft die Städte und Gemeinden, die in der Vergangenheit streng gespart und konsolidiert haben. Das lehnen wir ab. Wer sparsam wirtschaftet, muss auch die Erfolge seines Handelns einfahren können. Die anderen bekommen nach unserem KomPaSS II nachhaltige Hilfestellung, die ihnen die Luft zum Atmen lässt. Widerstand gegen die Staatsgewalt ist kein Kavaliersdelikt – Angriffe auf Polizeibeamte endlich als ernsthafte Straftat ahnden Im Jahr 2010 wurden laut Untersuchung des Landeskriminalamtes in Nordrhein-Westfalen insgesamt 1.734 Polizeibeamte im Dienst durch Angriffe verletzt. Über 80 Prozent der Angriffe erfolgten bei alltäglichen Situationen im ganz normalen Streifendienst. Bei den Tätern handelt es sich laut LKA überwiegend um männliche Personen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren. Mehr als drei Viertel dieser Personen standen zum Zeitpunkt der Tat unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Der Respekt vor der Polizei ist bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen weg. Aus Gesprächen mit den Polizeigewerkschaften wissen wir: Der Frust auf Seiten der Polizeibeamten ist groß. Bedauerlicherweise schöpft die Justiz das Strafmaß bei Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte nur selten aus. Um eine konsequente Bestrafung sicherzustellen, fordert die CDU-Landtagsfraktion die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass der Strafrahmen bei Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (Paragraph 113 StGB) um eine Mindestfreiheitstrafe von sechs Monaten ergänzt wird. Angriffe auf Polizeibeamte dürfen zukünftig nicht länger als Kavaliersdelikte abgetan werden, sondern müssen als ernsthafte Straftat geahndet werden können. Darüber hinaus sollten die Möglichkeiten einer Verfahrenseinstellung beim Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auf eng gefasste Ausnahmefälle begrenzt werden. Andernfalls werden die Ordnungshüter in unserem Staat zu Statisten eines Sauf- und Erlebnistourismus degradiert, mit denen sich jedermann ungestraft anlegen darf.
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 News-Ticker  CDU Landesverband Nordrhein-Westfalen
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